Stipendienprogramm „Paradiesvogel gesucht“ Stimmen Sie ab, bis zum 15.02.2014!

Stipendienprogramm „Paradiesvogel gesucht“ Stimme ab, bis zum 15.02.2014!

Der Countdown läuft. Wir freuen uns sehr heute die fünf Finalisten unseres Stipendienprogramms „Paradiesvogel gesucht bekanntzugeben. Unter so vielen Bewerbungen war es für uns eine große Herausforderung 5 Personen mit den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten auszuwählen. Nun haben wir es geschafft und sind stolz dir diese präsentieren zu dürfen. Für einen dieser Bewerber könnte das Stipendium das Leben verändern. Der Stipendiat erhält 500 Euro im Monat für einen Zeitraum von 12 Monaten.

Wenn du erfahren möchtest, warum genau diese 5 Personen ausgewählt wurden, kannst du im nächsten Abschnitt einen Blick in die Bewerbung werfen. Da es sich teilweise um sehr ernsthafte und persönliche Geschichten handelt, haben wir uns dazu entschlossen, die persönlichen Daten zu anonymisieren. Hiermit schützen wir die Identität im Internet. Des Weiteren richtet sich dieser Wettbewerb an Personen, welche hart im Leben gekämpft haben und dennoch nie aufgegeben haben und somit deren Geschichte das Ausschlaggebende ist und nicht deren Identität.

Durch eine öffentliche Abstimmung wird nun ein Gewinner gekürt. Gerne möchten wir dich dazu animieren deine Stimme für einen dieser Finalisten abzugeben.

Bevor du deine Stimme abgibst, empfehlen wir dir die Auszüge aus den Bewerbungen der Finalisten (siehe unten) zu lesen damit du unter anderem auch weißt welche Nummer zu welchem Bewerber gehört. Die Informationen hierzu findest du am Ende der Seite. Bitte treffe deine Wahl sorgfältig, da nur eine Stimme abgegeben werden kann.

Applicant/Bewerber No. 1

Ich bin: Ein Mann ohne Geschlechtsorgan, diagnostiziert mit ADS und Borderline, pansexuell und Erstsemester. Und viel mehr, als nur die Summe dieser einzelnen Teile.

Mein Leben war und ist bewegt, bin ich doch ständig getrieben von dem Wunsch, ein erfülltes Leben ohne Kompromisse zu führen. Dafür muss man sich seiner Angst stellen, aber für mich ist das immer noch besser, als ein Leben zuführen, das mir nicht entspricht. Wenn ich eines gelernt habe in 33 Jahren dann, dass Glück ein Maßanzug ist.
Ich änderte mein Geschlecht, das nicht zu mir passte, ich schmiss das Studium, das mich unglücklich machte, ich schmiss den sicheren Job, der mich nicht erfüllte, ich zog weg von Freunden & Familie, um etwas zu tun, wovon mir viele abrieten: Mit 33 begann ich ein Studium der Biologie.

Es ist nicht immer leicht, die Hürden zu nehmen, die sich einem entgegen stellen, aber nach der Bewältigung bin ich stolz und fühle mich erfüllt. Ich könnte kein anderes Leben führen, her mit den Hürden!

Applicant/Bewerber No. 2

Obwohl ich nicht lautsprachlich sprechen kann, ist Reden meine Berufung.
Ich bin körperbehindert, spreche mittels eines augengesteuerten Sprachcomputers und setze mich für Menschen ohne Lautsprache ein. Im Alltag unterstützen mich Assistenten, die ich über das Persönliche Budget selbst organisiere.

Es war kein einfacher Weg von der Förderschule bis zur Universität. Heute lebe ich in einer eigenen Wohnung in Köln und studiere Erziehungswissenschaft. Nebenher halte ich Vorträge über meine Erfahrungen mit Unterstützter Kommunikation (UK) auf nationalen und internationalen Konferenzen und arbeite in mehreren Projekten an Forschungs- und Beratungszentren für UK.
Nach dem Bachelor-Abschluss möchte ich den Master in Rehabilitationswissenschaft absolvieren und im Bereich der UK die Forschung vorantreiben. Ich wünsche mir, dass Menschen ohne Lautsprache von meinen Erfahrungen und von meinem im Studium gewonnenen Fachwissen profitieren.

Applicant/Bewerber No. 3

​Im Jahr 2002 flüchtete ich vor der türkischen Regierung nach Deutschland und stellt dort einen Asylantrag. Kurz zuvor hatte man mich nach 8 Jahren politischer Haft und wiederholter Folter aufgrund meines schlechten Gesundheitszustandes vorübergehend freigelassen.

Obwohl ich in der Türkei die Zulassungsprüfungen bestanden hatte, verwehrte man mir aus politischen Gründen ein Studium. In Deutschland habe ich mein Abitur nochmal gemacht, da meine türkischen Zeugnisse nicht anerkannt wurden. Während des Asylverfahrens galt ein Studienverbot. Mit der Anerkennung meines Asylantrags im Juli 2013 darf ich nun meinen Traum vom Studium leben.
Warum ich mich bewerbe?

Weil es mir ermöglichen würde mich voll auf meinen Traum zu konzentrieren und mich weiter bei sozialen Projekten zu engagieren. Wegen der letzten bestehenden Sprachbarrieren und meiner posttraumatische Belastungsstörung als Folge der Folter ist mein Studium belastender und zeitintensiver als für einen normalen Studenten.
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Bewerbungsdaten im EDV-System verarbeitet und gespeichert werden.

Applicant/Bewerber No. 4

Ich (29) bin ein Paradiesvogel, weil ich im Rollstuhl sitze und gerade im 19. Hochschulsemester an der dritten Hochschule studiere. Ich wollte zunächst Lehrerin werden, musste aber 2011 aus gesundheitlichen Gründen das Referendariat abbrechen.

Bereits 2008 begann ich parallel an der Fernuniversität in Hagen ein Psychologiestudium (B.Sc.). Nach Abbruch meines Referendariats war mir klar, dass ich Psychologin werden muss. Ich zog das B.Sc.-Fernstudium durch, arbeitete nebenher als wissenschaftliche Hilfskraft und als Kursleiterin an der VHS und beendete es mit einem Schnitt von 1,4.

Nun bin ich neu im 1. Mastersemester Psychologie an der Uni Heidelberg und dieses Studium ist sehr stressig und anstrengend und ich schaffe es nicht mehr, nebenbei zu arbeiten. Leider wurde mir auch meine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft zum 31.12.2013 gekündigt und ich habe keine Einnahmen mehr.
Ich würde mich über ein Stipendium riesig freuen, damit ich mich ganz auf das Masterstudium konzentrieren kann!

Applicant/Bewerber No. 5

Ich komme aus Guinea, wo ich Informatik weder in der Schule lernte, noch hatte ich Zugang zu einem Computer. Trotzdem fing ich an der TU Berlin an, Informatik zu studieren. Ich bemühte mich, alles zu verstehen und fragte oft nach. Doch leider hatten die Dozenten wenig Zeit. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mein Studium selbst finanzieren muss, wodurch ich weniger Zeit zum Lernen habe. Nach 2 Semestern wechselte ich zur FU Berlin in der Hoffnung, der Stoffwürde dort besser erklärt werden und mein Job wäre dort besser mit dem Studium zu vereinbaren.

Da mich die Informatik weiterhin faszinierte, wählte ich Bioinformatik. Zurzeit muss ich täglich um 3:55 Uhr aufstehen, um arbeiten zu gehen. Manchmal bin ich so müde, dass ich in den Vorlesungen einschlafe. Wenn ich an meine Situation denke, schmerzt mir das Herz. Als einziger aus Guinea, der in Deutschland Bioinformatik studiert, wünsche ich mir so sehr, dass ich mein Wissen an die zukünftigen Generationen in Guinea weitergeben kann.

Der Gewinner des Mawista Stipendiums für außergewöhnliche Persönlichkeiten steht fest

Jetzt anrufen

+49 7024 469 51-0

Jetzt teilen