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Stipendienprogramm: Auslandsstudium mit Kind – Stimme ab, bis zum 15.02.2021!

Das Voting ist eröffnet: In den letzten Tagen gingen bei uns vielzählige Bewerbungen für das diesjährige Stipendienprogramm „Auslandsstudium mit Kind“ ein und die Jury hat bereits eine Entscheidung getroffen: Junge Leute aus der ganzen Welt haben sich als Organisationstalent bewiesen, da sie sich trotz Kind für ein Auslandsstudium entschieden haben.

Unter dem Motto „Vielfalt bereichert die Bildungslandschaft“ zählt nicht der beste Notendurchschnitt oder der anspruchsvollster Studiengang – es geht um den Wille, seine Bildung mit einem Kind an seiner Seite zu fördern, es geht um den Mut, diesen großen Schritt im Ausland zu wagen und es geht um Persönlichkeitsstärke. Wer diese Doppelbelastung im Alltag meistert, kann nicht nur unglaublich stolz auf sich sein, sondern mit etwas Glück von MAWISTA mit 3000 Euro gesponsert werden!

Jeder der Bewerber ist außergewöhnlich und mutig – schließlich ist ein Auslandsstudium mit Kind eine große Herausforderung. Nichtsdestotrotz mussten die engsten Kandidaten ausgewählt werden und wir freuen uns, dir diese nun vorzustellen!

Der Gewinner des Stipendiums wird mithilfe eines öffentlichen Votums bestimmt. Du möchtest an der Abstimmung der Finalisten teilnehmen und mitentscheiden, wer dieses Jahr unser Stipendium gewinnt?

Dann erhältst du im Folgenden einen Einblick in die individuellen und persönlichen Lebensgeschichten der Teilnehmer.

Wir möchten dich dazu anregen, dir die Auszüge der Bewerbungen durchzulesen und in Ruhe eine Entscheidung zu treffen, denn jeder kann nur eine Stimme abgeben. Alle nötigen Informationen zu den Finalisten findest du unter diesem Abschnitt.

Nour Abdelmotagaly

Ich bin eine liebende Mutter und Architektin, die während ihrer Schwangerschaft ihrem ersten Kind, das jetzt 1 Jahr alt ist, mit dem Master-Studium im Bereich „Landschaftsarchitektur und Grünflächenmanagement“ begann.

Es war eine schwere Entscheidung, mein Studium im Ausland fortzusetzen, weit weg von Familie und Freunden die diese besondere Zeit mit mir teilen wollten, aber seit ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, wurde ich von einer tiefen Kraft angetrieben, die beste Version meiner selbst auf persönlicher und akademischer Ebene zu werden, um dieses Leben, das in mir wächst, zu ehren.

Ich habe es geschafft, die vergangenen Semester erfolgreich abzuschließen, trotz der Tatsache, dass ich obwohl ich wegen des Visumsverfahrens zu spät zum ersten Semester ankam, und obwohl ich mitten im zweiten Semester ein Kind bekam und mich allein um mein Neugeborenes kümmern musste, da mein mein Mann zu dieser Zeit in einer anderen Stadt (auch in Deutschland) lebte, aber ich hatte das Gefühl, dass die Anwesenheit des Babys mich motivierte, mehr zu tun und mich vorwärts trieb.

Als ich schwanger war, wälzte sie sich in mir hin und her, während ich an meinen Aufgaben arbeitete, und nach ihrer Geburt begleitete sie mich in den Unterricht, wann immer ich in die Vorlesungen musste.

Und zu Hause genossen wir unsere gemeinsame Zeit abseits der Hektik des Lebens, nur wir beide.

Mein Mann, der ebenfalls Masterstudent ist, kam an den Wochenenden und in den Pausen immer zu uns, aber schließlich sind wir alle drei vor ein paar Monaten wieder zusammengekommen und leben jetzt zusammen. Unsere Situation als Eltern, die gleichzeitig im Ausland studieren und sich um ein Kind kümmern, ist ziemlich herausfordernd, aber wir genießen jeden Moment, den wir als Familie teilen, und wir versuchen unser Bestes, um unserer Tochter trotz aller Umstände eine liebevolle, nährende Umgebung zu bieten.

Man hat immer die Wahl, die Mutterschaft und die damit verbundene Verantwortung als Hürden und Hindernisse zu sehen, die einen herunterziehen, oder daraus Kraft zu schöpfen und sich von ihr vorantreiben zu lassen während man das beste Geschenk genießt, das man sich wünschen kann: ein Kind.

Jetzt habe ich immer noch die Reise vor mir, meine Masterarbeit zu schreiben, zusammen mit der Betreuung um die wachsenden emotionalen und entwicklungsbedingten Bedürfnisse meiner Tochter zu kümmern, besonders in dieser schwierigen Zeit von Covid 19, in der die sozialen Interaktionen minimal sind, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es gemeinsam als Team schaffen können, so wie wir alles machen.

Babirye Mary Estellah

Wie die meisten Mädchen, die in Afrika südlich der Sahara leben, wurde ich von einem gewalttätigen Vater und einem pädophilen Großvater misshandelt. Mein Vater missbrauchte mich und meine Mutter körperlich und finanziell bis zur Trennung. Ich entkam nur knapp den Schändungsversuchen meines Großvaters, aber das kümmerte niemanden. Später teilte mein Lehrer meine Erfahrungen mit meiner Familie, woraufhin einige der Opfer Gerechtigkeit erhielten. Dies legte den Grundstein für meine Leidenschaft und mein Engagement, zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Afrika südlich der Sahara beizutragen.

Global gesehen ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen die häufigste Form der Menschenrechtsverletzung. Die Weltgesundheitsorganisation zeigt, dass eine von drei Frauen in ihrem Leben mindestens körperliche und/oder sexuelle Gewalt im Intimbereich erfahren hat. Allerdings verzeichnet Afrika südlich der Sahara die höchsten Raten dieser stillen Pandemie. (Devries,2013). Trotz der verfügbaren Daten und Beweise über Gewalt gegen Frauen und Mädchen besteht ein Bedarf an mehr Daten über einige Formen von Gewalt, ein vollständiges Verständnis ihrer Folgen und Wissen über präventive und reaktive Interventionen.

Diese Situation bildet die Grundlage für mein Interesse am Studium der Public Health Epidemiologie. Ich habe mich für das Studium der Epidemiologie entschieden, weil es ein multidisziplinäres Fach ist, das Statistik, medizinische Forschung und Sozialwissenschaften umfasst, um ein so multidisziplinäres Problem der öffentlichen Gesundheit wie Gewalt anzugehen. Somit wird mich das Programm mit der notwendigen Kompetenz ausstatten, um zum Bedarf an erweiterter Forschung und Evidenz beizutragen, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden.

Als Teil der Master-Ausbildung hat das Studium der Biostatistik meine Fähigkeit, Daten zu verwalten, verbessert. Später plane ich, Literatur zu synthetisieren und in der Lage zu sein, Beweise beizutragen, die Politik und Entscheidungsfindung unterstützen können. Außerdem hat das Studium der Epidemiologie meine Fähigkeiten verbessert, Interventionen zu entwerfen, umzusetzen und zu evaluieren. Später hoffe ich, Wissen darüber beizusteuern, was funktioniert, um Probleme der öffentlichen Gesundheit zu verhindern und darauf zu reagieren, insbesondere Gewalt.

Als Studentin in Europa nutze ich auch andere Möglichkeiten, wie die Teilnahme an externen Webinaren und Fortbildungsangeboten von renommierten Forschungsunternehmen und Universitäten. Ich beteilige mich an Aktivitäten der Studentenvereinigung und berate mich mit Doktoranden. Ich bin auf zahlreiche Karrieremöglichkeiten aufmerksam geworden und habe es geschafft, mir ein Thema für meine Doktorarbeit zu sichern. Mein übergeordnetes Karriereziel ist es, mit den gewonnenen Erkenntnissen dazu beizutragen, eine gewaltfreie Welt für Frauen und Mädchen zu schaffen.

Ich bin fest entschlossen, meine Karriere voranzutreiben, und ich weiß die Möglichkeiten zu schätzen. Inmitten der absoluten Abriegelung in Uganda verbrachte ich vier Tage im Transit, um Schweden zu erreichen. Ich trotzte achtundzwanzig Stunden und vierzig Minuten Busfahrt von Uganda zu einem offenen Flughafen in Tansania. Als stillende Mutter habe ich es gewagt, eine zweijährige Tochter zurückzulassen, weil ich keine Mittel hatte, da ich ein Teilstipendium habe. Die Kosten für die Reise waren exorbitant, aber ich habe es zur Schule geschafft.

Das Mawista-Kinderbetreuungsstipendium ist seriös in der Unterstützung von Studenten, die mit Kindern im Ausland studieren. Durch die Unterstützung meines Kindes (Amandla) wird Mawista dazu beitragen, eine gewaltfreie Welt für Frauen und Mädchen zu schaffen. Amandla nach Schweden zu bringen, wird mir das nötige geistige Wohlbefinden geben, um die Möglichkeiten hier in Schweden zu optimieren. Als Feministin erziehe ich mein Kind als selbstbewusste, vernünftige Superfrau, daher werde ich die Möglichkeit haben, meine Tochter weiterhin auf diese Weise zu erziehen. Schweden ist eines der Länder mit der besten Kinderbetreuungspolitik und so werden die Sicherheit, die Geborgenheit und die Erziehung meiner Tochter besser und von guter Qualität sein, so dass Amandla nicht mehr die gleichen schrecklichen Kindheitserfahrungen machen muss, vor allem jetzt, wo ich nicht da bin.

Wenn Amandla ankommen wird, plane ich, mit ihr in eine Familienwohnung zu ziehen und sie in einen Integrationsclub für Kinder zu bringen, wo sie schrittweise in die neue Kultur eingeführt wird. Ich habe bereits einen Zeitplan für ihre Aktivitäten erstellt. Später wird sie in die Vorschule gehen. Mit Amandla zu leben und sich um sie zu kümmern, wird mir den besten mentalen Zustand geben, um meine Ziele zu erreichen. Bitte geben Sie mir die Chance, mit Amandla zu leben.

Karou Löwenstein

Ein Jahr ist vergangen, seit ich mich zum ersten Mal für das MAWISTA Stipendium beworben habe. Auch wenn ich das Stipendium im letzten Jahr leider nicht gewinnen konnte, habe ich es geschafft mein Studium im Ausland aufzunehmen und möchte es dieses Jahr gerne wieder versuchen. 

Ich will die Gelegenheit nutzen, um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken und darauf, wie es mir bisher in meinem Auslandsstudium mit Kind ergangen ist, was ich erreicht habe und wohin es in Zukunft gehen soll.

2020 war für uns alle ein turbulentes Jahr. Ich habe das große Glück, dass weder mein anderthalbjähriger Sohn noch ich bisher an COVID-19 erkrankt sind. Trotzdem hat die Pandemie die Belastung durch das Studium für mich deutlich verstärkt. Im vergangenen Semester war mein Sohn nahezu rund um die Uhr zuhause, da die Kinderbetreuung aufgrund der Ausbreitungsgefahr nicht möglich war. Als alleinerziehende Mutter bedeutete das für mich also rein stundenmäßig das Pensum von fünf Vollzeitjobs gleichzeitig zu stemmen: 24/7 Kinderbetreuung und ein Vollzeitstudium á 40 Wochenstunden.

Ich gebe zu, dass es Abende gegeben hat an denen ich vor Erschöpfung weinend im Bett gelegen habe, doch insgesamt muss ich sagen, dass ich unfassbar stolz auf mich bin mit wie viel Kraft und Ausdauer ich das vergangene Jahr gemeistert habe. Letztes Jahr, während ich die Bewerbung für das MAWISTA Stipendium 2020 geschrieben habe, habe ich mit meinem Kind noch in einer Schutzunterkunft für Frauen gewohnt, nachdem ich der Ausbeutung durch einen Menschenhändlerring entkommen konnte. Ich habe mich dazu entschlossen Menschenrechte zu studieren, um für eine Welt zu kämpfen, in der die Würde jedes einzelnen Menschen, jedes Kindes und jeder Frau geachtet und mit allen Mitteln verteidigt wird. Eine Welt, in der diejenigen, die andere Menschen systematisch entwürdigen, sie ihrer Freiheit berauben und sich ihres Körpers bedienen, konsequent strafrechtlich verfolgt werden und Opfer ausreichenden Schutz erhalten. Eine Welt, in der Tabuthemen wie organisierter sexueller Kindesmissbrauch, Menschenhandel und Zwangsprostitution endlich als gesellschaftliche Probleme anerkannt und bekämpft werden, anstatt nach ein paar Wochen Schlagzeilen wieder verdrängt zu werden. Eine Welt, in der auch die reichen Industrienationen hinsichtlich systematischer Menschenrechtsverletzungen überprüft werden – denn es handelt sich dabei nicht um „Dritte-Welt-Phänomene“. Der Skandal in 2019/20 rund um die Missbrauchsfälle von Lügde, Bergisch Gladbach und Münster spricht da Bände. Es darf nicht sein, dass Täter schwerster Menschenrechtsverletzungen in Deutschland Zuflucht finden und sich einer Justizstrafe entziehen können, wie es im Falle der „Colonia Dignidad“ in Chile geschehen ist.

Sie merken vermutlich, dass ich bei dem Thema, dass mich zu meinem Studium bewogen hat und Teil meiner eigenen Lebensgeschichte ist, eine leidenschaftliche Kämpferin mit einer Menge Wut im Bauch bin. Doch aus dieser Leidenschaft und Wut ziehe ich Kraft, Mut und Entschlossenheit, um meinen Weg zu bestreiten.

Allen Schwierigkeiten im Jahr 2020 zum Trotz haben mich meine bisherigen Studieninhalte begeistert und enorm darin bestärkt den von mir gewählten Weg weiter zu gehen. So habe ich nach meinem Umzug ins Ausland mit nichts als zwei Taschen Gepäck und meinem damals 9-Monate alten Sohn ein sehr erfolgreiches Semester gemeistert und in dem Mittelpunkt von alldem meinem Kleinen dabei verholfen zu einem unfassbar glücklichen, vor Energie strotzenden Kind heranzuwachsen, der mir dank seiner Kletterbegeisterung schon so manchen Nerv geraubt hat. Das Studium verlangt mir nicht nur manches ab, sondern bereichert meinen Alltag mit Kleinkind auch enorm, gibt mir den nötigen geistigen Ausgleich und den Fokus für unsere gemeinsame Zukunft.

Mein Studiengang verfolgt einen multidisziplinären Ansatz und beleuchtet das Thema Menschenrechte aus der Perspektive von internationalem Recht, Politik, Soziologie und Philosophie. Ich finde die Mischung ungeheuer wichtig, um ein tiefes Verständnis der Thematik und aller involvierten Akteure zu erlangen. Gleichzeitig hat mir das vergangene Semester aber auch sehr deutlich vor Augen geführt, wo ich mich in meiner Zukunft sehe: als eine internationale Menschenrechtsanwältin. 

Um diesen Traum verfolgen zu können, steht nun die nächste große Herausforderung an, denn um zu einem Master in International Human Rights Law angenommen zu werden, benötige ich einen zusätzlichen Bachelor of Laws. Dafür habe ich mich in ein Parallelstudium an der Fernuniversität Hagen eingeschrieben. Die Online Kurse ermöglichen mir das Studium neben meinem bestehenden Studium von Schweden aus zu absolvieren und geben mir die notwendige Flexibilität, die ich als alleinerziehende Mutter dringend brauche. Ich habe bereits im vergangenen Semester einige zusätzliche Kurse neben meinen Programminhalten studiert und jede freie Minute genutzt, um mich auf die Inhalte des Rechtsstudiums gründlich vorzubereiten, sodass ich zuversichtlich bin, dass ich auch die Doppelbelastung des Parallelstudiums gestemmt kriege.

Mein größtes Problem besteht in den Studiengebühren in Höhe von 2400 Euro, die ich allein nicht bezahlen kann. Da ich das große Glück habe mit BAFÖG gefördert zu werden, kann ich den Lebensunterhalt von meinem Kind und mir decken, doch Spielraum bleibt dabei keiner. Die Ausgaben jeden Monats müssen genau kalkuliert werden und am Monatsende muss ich das Budget oft bis auf die letzten Cents ausschöpfen. An die Möglichkeit Rücklagen zu schaffen ist da gar nicht zu denken. Das MAWISTA Stipendium würde es mir erlauben die Studiengebühren für das Rechtsstudium an der Fernuni Hagen zu decken, was mich auf meinem Weg zur Menschenrechtsanwältin ein großes Stück weiterbringen würde. Das restliche Geld würde es mir ermöglichen ein kleines Polster für meinen Sohn zu schaffen. Ich würde unglaublich gerne – sofern es die COVID-Situation dann bereits gestattet – die vorlesungsfreie Zeit im Sommer für einen gemeinsamen Campingausflug im Norden Schwedens nutzen, um unsere neue Heimat, von der wir bisher nur den südlichsten Zipfel kennenlernen konnten, ein wenig zu erkunden.

Ich hoffe, dass Sie mich in meinem Kampf für eine gerechtere Welt unterstützen können und mir die Möglichkeit geben mein Potential voll für diese Welt einzusetzen.

Danke fürs Lesen!

Armine Makhsudyan

als ich 2018 an der Universität anfing, war ich bereits schwanger, obwohl ich es nicht wusste. Diese Tatsache hat mich jedoch nicht davon abgehalten, mein Traumstudium zu absolvieren. Bei meiner Ankunft in Frankfurt war ich bereits im 5. Monat schwanger, daher riet mir der Prüfungsleiter, als meine grundlegenden Prüfungen begannen, mich von allen Prüfungen abzumelden und für das nächste Semester Mutterschaftsurlaub zu nehmen, was ich auch tat.

Am 03.04.2019 wurde mein Sohn Liam geboren. Bevor ich ein Baby bekam, dachte ich immer, dass sie nur essen und schlafen, so dass ich mein Studium problemlos fortsetzen konnte. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese kleinen niedlichen Geschöpfe einem die ganze Zeit und Energie rauben und entgegen meiner Meinung schlief mein Sohn überhaupt nicht. So war das Studieren für mich in den ersten sechs Monaten unmöglich. Das Ergebnis war, dass ich das ganze Jahr verpasst habe. Sobald er im Oktober 2019 sechs Monate alt wurde, nahm ich das Studium wieder auf, obwohl ich weiterhin im Mutterschaftsurlaub war. Im Februar 2020 brach COVID 19 während der Zeit der Grundlagenprüfungen aus. Die Universität wurde geschlossen und alle grundlegenden Prüfungen wurden auf das nächste Wintersemester verschoben, was ein weiteres Jahr bedeutete.

 

Im Jahr 2019 erhielt ich ein DAAD-Stipendium für ein Jahr, das später wegen des Coronavirus um 6 Monate verlängert wurde. Aufgrund der Elternzeit und des Coronavirus wurde mein Studium jedoch um zwei Jahre verlängert. Mein Stipendium endet im März 2021 und ich brauche eine zusätzliche Finanzierung für mindestens 6 Monate, bis mein Sohn einen Kindergarten besuchen kann. Dann wäre ich in der Lage zu arbeiten und zu studieren. Ich habe in den zwei Jahren, die ich in Deutschland lebe, sehr viele Schwierigkeiten überwunden, um meinen Master in Money and Finance abschließen zu können, und ich hoffe, dass ich mit Ihrer Hilfe endlich mein Ziel erreichen werde.

Natalie Würbach

ich bin Natalie, 39 Jahre alt, und alleinerziehende Mama des tollsten Jungen dieser Welt! Yunissa wird im Dezember acht Jahre alt!

Ich befinde mich im 3.Semester meines MA Studiums der Afrikawissenschaften und habe vor, ab Januar bis Dezember 2021 für ein Jahr an der Stellenbosch University in Kapstadt zu studieren. Mein Kind wird selbstverständlich mitkommen. Die Zusage für einen Platz an der Uni habe ich bereits, einen Platz an der deutschen Schule in Kapstadt hat Yunissa auch schon.

Momentan setze ich mich mit den vielen organisatorischen Dingen auseinander, die so ein längerer Auslandsaufenthalt natürlich mit sich bringt.

Yunissa und ich sind schon viel und oft in Afrika, speziell Westafrika, unterwegs gewesen. Und auch vor seiner Zeit war ich während meines BA Studiums der Anthropologie mehrere Male in Sierra Leone, habe dort eine Feldforschung durchgeführt, Recherchen zur Menschenrechtssituation in den lokalen Gefängnissen betrieben, ein gemeinnütziges Projekt in der Hauptstadt Freetown ins Leben gerufen und hierfür auch einen Verein in Berlin gegründet.

 

Mein Master Studium der Afrikawissenschaften am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin bedeutet für mich nicht nur eine Weiterentwicklung meiner akademischen Fähigkeiten, sondern ist mir auch eine Herzensangelegenheit. Genau weil ich an den Lebenswirklichkeiten von Menschen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten interessiert bin, möchte ich nun die beiden Auslandssemester in Südafrika absolvieren. Ich möchte diese Zeit dafür verwenden, eine qualitative Feldforschung durchzuführen und auf Grundlage der gewonnenen Daten meine Master Arbeit erstellen. Inhaltlich soll es dabei um die „Cape Flats“ gehen, einem Vorstadtviertel von Kapstadt, dass zur Zeit der Apartheid von „Rassentrennung“ gezeichnet war. Hierhin wurden Menschen gegen ihren Willen aus der Innenstadt zwangsumgesiedelt.

 

Besonders aufgrund meiner Zeit in Westafrika wurde ich zu dem Menschen, der ich heute bin. Ich versuche mein bestes, mein Kind zu einem weltoffenen, unvoreingenommenen, und doch kritischen Menschen zu erziehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Aufenthalt in Südafrika nicht nur meine beruflichen Möglichkeiten fördern, sondern auch mein Kind nachhaltig positiv beeinflussen wird.

 

Ich sehe meinen Job als (allein erziehende) Mutter gerade auch darin, in einer sich stetig wandelnden, globalisierten Welt, meinem Kind die Möglichkeit zu eröffnen, Zugang zu verschiedenen Lebensrealitäten anderer Menschen zu verschaffen.

Anfang diesen Jahres war ich erneut für drei Wochen mit meinem Sohn in Südafrika. Dort habe ich eine staatliche Grundschule in Hermanus in einem „informal settlement“ besucht, ich habe mich dort mit der Schulleitung ausgetauscht und Verbindungen zur Schule meines Sohnes hier in Berlin hergestellt. Ich möchte versuchen, in Zukunft eine lebhafte Partnerschaft, einen Austausch zwischen den Kindern verschiedener Kulturen, zu ermöglichen.

Ich bin eine am praktischen Leben und den Dingen die um uns herum geschehen, interessierte Studierende und eine „Macherin“ ohne Berührungsängste. Dieses Talent möchte ich während meines Studiums in Südafrika einsetzen und einen akademischen Mehrwert durch meine Arbeit vor Ort schaffen.

 

Ich würde behaupten, ich bin eine ziemlich „coole Mama“, die über den Tellerrand hinausblickt und trotz Studium und zahlreicher Termine ihren Alltag mit Kind gut im Griff hat!

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