Die 50 meistgestellten Fragen zum Auslandsstudium

Die 50 meistgestellten Fragen zum Auslandsstudium

Inhaltsübersicht

Für zahlreiche Studenten stellt sich schon zu Beginn oder im Laufe ihres Studiums die Frage, ob sie für eine Zeit ins Ausland gehen möchten. Ein Auslandssemester ist eine unglaubliche Erfahrung, die auch im Berufsleben später Pluspunkte bringen kann. Doch die Planung und Organisation eines Auslandsstudiums ist aufwendig und während den Vorbereitungen stellen sich zahlreiche Fragen, die beantwortet werden müssen. Um einen Überblick ebenso wie eine gezielte Suche zu ermöglichen sind hier die 50 meistgestellten Fragen zum Auslandsstudium aufgelistet.

1. Wer berät mich bei Fragen zum Studium im Ausland?

So gut wie jede deutsche Universität oder Hochschule besitzt ein Akademisches Auslandsamt oder eine ähnliche Einrichtung. Die Auslandsämter bieten regelmäßig Informationsveranstaltungen an, bei denen man viel über die Möglichkeiten zum Auslandsstudium an der eigenen Universität erfährt. Zudem kann man jederzeit einen Termin mit einem der Berater im Auslandsamt machen und noch alle weiteren offenen Fragen klären, hier bekommt man individuelle Beratung. Wer ein anderes Zielland im Auge hat, das von der Universität nicht abgedeckt wird, kann sich auch an externe Organisationen wenden.

2. Wie lang ist die Vorbereitungszeit für ein Auslandsstudium?

Für die meisten Länder liegen die Bewerbungsfristen ca. ein halbes bis ein Jahr vor Beginn des Auslandssemesters, da die Informationsphase und die Vorbereitung der Bewerbung jedoch auch noch einige Zeit in Anspruch nimmt, sollte man sich mindestens ein Jahr im Voraus mit dem Thema beschäftigen. Für Länder in Übersee am besten noch früher. Eine frühzeitige Planung hilft einem natürlich auch bei einer besseren Bewerbung und man kann sich in Ruhe mit dem Zielland beschäftigen, einige Berater empfehlen daher sogar bis zu 18 Monate Vorlaufzeit.

3. Gibt es mein Studienfach in jedem Land?

Bei der Wahl der Universität im Ausland kommt es natürlich auch darauf an, ob diese das passende Studienfach anbietet. Natürlich kann nicht jede Universität jeden Studiengang abdecken und gerade bei eher seltenen und kleinen Studiengängen kann das die Suche erschweren. Wichtig ist, sich nicht auf die genaue Bezeichnung des Studiengangs zu beschränken, denn oft steckt hinter einem anderen Titel derselbe Studiengang. Wer große Probleme hat, einen passenden Studiengang zu finden, kann in manchen Fällen auch einen anderen Studiengang wählen und sich für die Zeit des Auslandssemesters in diesen einschreiben. So erweitert man gleichzeitig seinen Horizont und seine fachliche Breite.

4. Wo finde ich detaillierte Informationen über einzelne Studiengänge?

Jede ausländische Universität besitzt eine Homepage, auf der sich auch Informationen zu den einzelnen Studiengängen befinden. Oft ist es zu Beginn etwas verwirrend, sich zurecht zu finden, zumal die Seiten in einer fremden Sprache verfasst sind, doch hat man sich einmal eingelesen, findet man meist schnell was man sucht. Falls die Informationen auf der Webseite zu allgemein oder ungenau sind kann man sich auch jederzeit an das „International Office“ der Gastuniversität wenden, die einem weitere Fragen beantworten können. Teilweise hat auch das Akademische Auslandsamt der Heimatuniversität Informationen von ehemaligen Austauschstudierenden vorliegen.

5. Mit welchen Ländern kooperiert meine Hochschule und was bedeutet das?

In der Regel ist es um einiges einfacher, über ein Austauschprogramm der Universität ins Ausland zu gehen, als alles auf eigene Faust zu organisieren. Über die Homepage des Akademischen Auslandsamtes kann man sich alle Partnerländer und –hochschulen anschauen und oft auch nach Studiengang differenzieren.
Europäische Länder sind meist über das ERASMUS-Programm verbunden, nach Übersee gibt es entweder Landesprogramme oder direkte Partnerschaften der Universitäten. Die Teilnahme an solchen Programmen beinhaltet meist ein umfangreicheres Bewerbungsverfahren, jedoch profitiert man von finanzieller Unterstützung und Vorbereitungsseminaren.

6. Werden meine im Ausland erbrachten Studienleistungen in Deutschland angerechnet bzw. anerkannt?

Diese Frage kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Die Regelungen zur Anrechnung unterscheiden sich teilweise von Hochschule zu Hochschule und es ist oft schwierig, alle im Ausland erbrachten Leistungen angerechnet zu bekommen. Ganz wichtig ist es, schon vor Beginn des Auslandssemesters über dieses Thema nachzudenken. Termine mit dem Prüfungsamt oder dem Fachstudienkoordinator können hilfreich sein. Bei diesen Gesprächen kann geklärt werden, ob die Kurse, welche man belegen möchte prinzipiell anrechenbar sind, also inhaltlich passen. Entscheidend ist auch, dass man einen ähnlichen Arbeitsaufwand im Ausland erbringt. Vor Ort sollte man alles, was man gemacht hat sammeln und die Inhalte der Unterrichtseinheiten dokumentieren sowie vom Professor unterzeichnen lassen. All diese Belege kann man dann zum Anrechenverfahren im Prüfungsamt vorlegen und hat dadurch eventuell höhere Chancen, auch wirklich alles anerkannt zu bekommen.

7. Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Im Rahmen einer Austauschprogramms bekommt man in der Regel die Studiengebühren erlassen, so dass hier je nach Land schon deutlich weniger Kosten entstehen. Zusätzlich kann man sich auf unterschiedliche Stipendien bewerben. Für alle Auslandsaufenthalte gibt es Stipendien des DAAD, für Landesprogramme kann man zum Beispiel das Stipendium des jeweiligen Bundeslandes beantragen. Das PROMOS-Stipendium ist ein Stipendium, das Kurzaufenthalte fördert und läuft bis zu 6 Monaten. Des Weiteren gibt es auch Stipendien im Gastland auf die man sich bewerben kann. Für die USA gibt es beispielsweise das Fulbright-Stipendium. Neben diesen zum Teil staatlichen Förderungen kann man auch private Stipendien bekommen, diese werden etwa von verschiedenen Stiftungen, von Parteien oder der Kirche vergeben.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, Auslands-Bafög zu beantragen. Man kann auch Auslands-Bafög bekommen, wenn man für normales Bafög nicht berechtigt ist.
Auch die Möglichkeit einen Studienkredit aufzunehmen besteht.

8. Was ist der DAAD?

Der DAAD bzw. Deutscher Akademischer Austausch Dienst ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Neben Stipendien und Förderprogrammen bietet der DAAD auch Beratung und Information rund um das Thema Studieren im Ausland. Wer sich also mit dem Thema Auslandsaufenthalt beschäftigt sollte auf jeden Fall auch einmal unter www.daad.de auf der Homepage des DAAD vorbeischauen.

9. Zu welchem Zeitpunkt und für welche Dauer kommt ein Auslandsaufenthalt in Frage?

Den richtigen Zeitpunkt für den Auslandsaufenthalt muss jeder selbst bestimmen, je nach Studiengang und eigener Ausrichtung kann es hier einige Unterschiede sowie Vor- und Nachteile für die verschiedenen Zeiträume gehen. Im Bachelor wird oft das vierte Semester empfohlen, da man dann das Grundstudium abgeschlossen hat und alle wichtigen Grundlagen kennt. Doch auch nach dem Bachelor kann man noch ins Ausland gehen, entweder in der freien Zeit danach oder im Master. Aufpassen muss man lediglich in den ersten beiden Semestern, teilweise bekommt man dann noch keine finanzielle Unterstützung von Stipendiengebern.
Die Dauer des Auslandsaufenthaltes kann ein oder zwei Semester betragen. Vor allem in Übersee werden einem oft zwei Semester empfohlen, da teilweise andere Semesterzeiten herrschen und man sich auch erst nach einem halben Jahr voll in die Kultur des Landes eingelebt hat.

10. Was ist ein Free Mover?

Als Free Mover werden Studenten bezeichnet, die ohne Partnerprogramm ihrer Hochschule ins Ausland gehen. In diesem Fall bewirbt man sich direkt an der Wunschhochschule und muss deren normales Auswahlverfahren durchlaufen. Auch die folgende Organisation und die Finanzierung werden selbst getragen. Es gibt jedoch für viele Länder Organisationen, die einem bei der Bewerbung und der Vorbereitung helfen und auch zahlreiche Stipendiengeber fördern Free Mover. Vorteil dabei ist, man kann sich in jedem beliebigen Land und bei jeder beliebigen Universität bewerben, so dass die eigene Wunschuniversität sicherlich vertreten ist. Die große Herausforderung besteht in der eigenständigen Organisation.

11. Kann ich meine Abschlussarbeit im Ausland machen?

Im Prinzip ist es auch möglich, die Abschlussarbeit im Ausland zu verfassen oder sich von einer ausländischen Universität anerkennen zu lassen. Dies muss jedoch genau mit der Heimatuniversität und der Gastuniversität abgesprochen sein und nicht in jedem Fall sind entsprechende Voraussetzungen von beiden Seiten erfüllt. Um das herauszufinden wendet man sich am besten direkt an den Betreuer und das Akademische Auslandsamt der Heimatuniversität. Für manche Studierenden gibt es auch die Möglichkeit, einen doppelten Abschluss zu erlangen. Man bekommt dann ein Zeugnis der Heimat- und eines der Gastuniversität. Hierfür gibt es oft spezielle Programme.

12. Wie gut müssen meine Sprachkenntnisse sein?

Der Nachweis von Sprachkenntnissen kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Amerikanische und kanadische Universitäten beispielsweise verlangen eine gewisse Mindestpunktzahl im TOEFL-Test, der eher umfangreich und schwierig ist. Für andere Länder reicht ein Sprachtest des Sprachenzentrums an der Universität. Je nachdem in welcher Sprache die Vorlesungen stattfinden muss man meist nur in dieser Sprache auch Kenntnisse nachweisen, gerade in den skandinavischen Ländern ist kein Nachweis der Landessprache notwendig.
Auch wenn keine großartigen Nachweise verlangt werden, sollte man sich bewusst sein, dass man Vorlesungen in der fremden Sprache verstehen sollte und sich auch so im Land einigermaßen verständigen muss. Wer also noch keine guten Sprachenkenntnisse hat kann die Zeit bis zur Abreise sicher gut nutzen.

13. Welche Sprachtests gibt es?

Für unterschiedliche Sprachen und Länder gibt es unterschiedliche Sprachtests, welcher gemacht werden muss hängt von den Vorgaben der Gastuniversität ab.

Englisch:

  • Test of English as a Foreign Language (TOEFL) (Amerikanisches Englisch)
  • International English Language Testing System (IELTS) (Britisches Englisch)

Französisch:

  • Über das DELF-DALF-Programm werden die Kenntnisse in Französisch geprüft

Spanisch:

  • Der spanische Test heißt DELE

Weitere:

  • Die „Prüfung des Chinesisch-Niveaus“ heißt HSK
  • In Deutschland nennt sich die Prüfung Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH).
  • Für die Portugiesische Sprache gibt es den brasilianischen CELPE-Bras-Sprachtest.

14. Ich brauche ein Gutachten für meine Bewerbung, was muss ich hierbei beachten?

Oft werden in den Bewerbungsunterlagen neben Motivationsschreiben auch Gutachten von Professoren verlangt. In der kurzen Zeit des Bachelors und in überfüllten Massenstudiengängen hat man jedoch nur selten die Möglichkeit wirklich aufzufallen und die Professoren kennen zu lernen. Am besten geht man vor oder nach der Vorlesung auf einen der Professoren zu und erklärt sein Anliegen. Eine kurze Erklärung in welches Land es gehen sollte und was sie benötigen reicht aus, zudem sollte man nach einer Sprechstunde fragen, um vor dem Schreiben des Gutachtens noch Informationen weiter geben zu können. Die meisten Professoren helfen einem bei der Umsetzung des Wunsches und lassen sich entweder alle Informationen schriftlich geben oder wollen einen in einem persönlichen Gespräch besser kennen lernen.
Achtung: Bitte keine Gutachten von Wissenschaftlichen Mitarbeitern oder anderen Dozenten, die keine Professoren sind beilegen. Diese werden oft nicht als ausreichend angesehen und die Bewerbung könnte an fehlenden Gutachten scheitern.

15. Wie kann ich mich für die Zeit des Auslandsaufenthaltes beurlauben lassen?

Für die Zeit des Auslandsaufenthaltes muss man sich an der Heimatuniversität beurlauben lassen, um dort nicht in die anfallenden Kurse eingetragen zu werden. Ein Urlaubssemester wird meist über ein spezielles Formular beantragt. In der Regel darf man zwei Urlaubssemester pro Studium haben, die unter Angabe gewisser Gründe gestattet werden. Oft haben die Universitäten jedoch noch abweichende Regelungen. In manchen Universitäten gibt es auch so genannte Lernraumsemester, die man ebenfalls beantragen kann. Dann läuft die Regelstudienzeit weiter, man ist jedoch ebenfalls beurteilt. Möglicherweise muss man jedoch eine gewisse Anzahl ECTS-Punkte absolvieren, die man dann durch angerechnete Kurse der Gasthochschule erzielen kann.

16. Woher bekomme ich einen internationalen Studierendenausweis?

Ein internationaler Studierendenausweis bestätigt einem den Studentenstatus auch im Ausland, wodurch man auf verschiedene Arten von Vergünstigungen zugreifen kann. Oft bekommt man zwar einen Studierendenausweis auch von der Gasthochschule, doch dieser ist unter Umständen bei Reisen nicht überall anerkannt ebenso wenig wie der deutsche. Den internationalen Studierendenausweis kann man sich an der eigenen Hochschule, beim Studentenwerk oder auch bei manchen Ämtern ausstellen lassen. Man benötigt dazu in der Regel ein aktuelles Lichtbild, eine aktuelle Studienbescheinigung und 10-15 Euro.

17.Wie bereite ich mich auf meinen Auslandsaufenthalt vor?

Auch diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Jeder geht mit dem Thema Auslandsaufenthalt anders um, während einige sofort nach der Zusage anfangen ihre Flüge zu buchen, eine Wohnung zu suchen und zu planen, wohin sie alles reisen möchten, sind andere eher zurückhaltend und blicken auch ein wenig nervös auf die Zeit. Wichtig ist, dass alle Formalitäten mit der Gastuniversität geklärt wurden, dass man gegebenenfalls das Visum bekommt und weitere offene Fragen klärt. Viele Dinge ergeben sich auch vor Ort, gerade Reisen und ähnliches, die man dann dort mit den neuen Freunden plant. Ein bisschen Träumen hilft jedoch auf jeden Fall dabei, die Vorfreude zu steigern.

18. Habe ich in den kurzen Bachelor- und Masterstudiengängen überhaupt Zeit, ins Ausland zu gehen?

Wer kein vorgesehenes Semester für Praktika oder Auslandsaufenthalte hat, in dem keine Vorlesungen stattfinden hat oft Schwierigkeiten, das Auslandssemester in der Regelstudienzeit unterzubringen. Nicht unbedingt kann man sich alle Kurse anrechnen lassen und nach dem Aufenthalt in Deutschland direkt mit dem nächsten Semester weiter machen. Viele müssen das Semester anschließend wiederholen und haben somit ein zusätzliches Semester absolviert. Man sollte diese Verlängerung jedoch nicht als Hindernis oder Verlust sehen. Ein Auslandssemester zu absolvieren zählt bei späteren Bewerbungen sehr viel mehr, als das Studium so schnell wie möglich abgehakt zu haben. Außerdem bringt dieses halbe oder ganze Jahr einem sehr viel für die eigene Entwicklung, eine Erfahrung auf die man nicht aus Zeitdruck verzichten sollte. Gerade durch den G8 Jahrgang hat man jetzt oft ein Jahr länger Zeit, da man noch so jung ist und sich das in jedem Fall leisten kann.

19. Wie kann ich ein Auslandspraktikum machen?

Neben einem Auslandsaufenthalt aus Studiengründen sind auch Auslandspraktika für viele interessant. So verbindet man praktische Erfahrungen mit der Erfahrung, in einem fremden Land zu leben. Meist bewirbt man sich für Auslandspraktika direkt bei den Unternehmen und in deren jeweiligen Standorten. Man kann jedoch auch für ein Auslandspraktikum die Beratung des Auslandsamtes beanspruchen und oft werden auch Auslandspraktika finanziell gefördert.

20. Wird mein Auslandspraktikum ebenfalls gefördert?

In den meisten Fällen JA. Viele der Stiftungen, die Auslandsaufenthalte an Universitäten fördern, fördern ebenso auch Auslandspraktika. Manchmal kommt es jedoch darauf an, wie hoch das Gehalt ist, welches man von der Firma bekommt, ob diese einem eine Unterkunft stellt und auch wie die finanzielle Situation der Familie aussieht. Jede Stiftung hat hier etwas andere Regelungen, beim Auslandsamt kann man sich jedoch in dieser Hinsicht beraten lassen.

21. Macht es Sinn, sich für mehrere Universitäten zu bewerben?

Definitiv, denn das erhöht die Chancen auf einen Platz. Oft ist es auch sinnvoll, sich für kleinere Universitäten oder Städte zu bewerben, da hier der Run nicht so stark ist und man höhere Chancen hat. Und nur weil man die Stadt vielleicht noch nicht kennt heißt das schließlich nicht, dass sie nicht genauso schön ist wie andere.
Bei den meisten Austauschprogrammen kann man sich zunächst auf bis zu drei Länder und nachdem man sich für ein Land qualifiziert hat nochmals auf bis zu drei Universitäten bewerben. Auch wenn dadurch möglicherweise der Arbeitsaufwand etwas höher wird, sollte man die Möglichkeiten auf jeden Fall ausreizen und die eigenen Chancen maximieren.

22. Brauche ich ein Visum und wie beantrage ich dieses?

Ob ein Visum notwendig ist, hängt ganz vom Zielland ab. Innerhalb Europas sind für deutsche Staatsbürger keine Visa notwendig. Für USA, Kanada und Australien zum Beispiel schon. Welche der unterschiedlichen Arten man benötigt bekommt man von der Universität oder vom Programm mitgeteilt. In der Regel ist das eine Art Study Permit, das einem erlaubt, für eine gewisse Zeit in diesem Land zu studieren. Das Visum ist keine längerfristige Aufenthaltserlaubnis.
Das Visum wird in der Regel bei der jeweiligen Botschaft des Landes beantragt. Dies sollte man so bald wie möglich machen, damit alles rechtzeitig fertig ist.

23. Kann ich im Ausland einen Nebenjob haben?

Das hängt in erster Linie vom Land und den Visabestimmungen ab. Mit einem Study Permit darf man in Kanada zum Beispiel lediglich auf dem Campus arbeiten. Innerhalb Europas dürfte es kein Problem sein, einen Nebenjob anzunehmen. So kann man einen Teil seines Auslandsaufenthaltes finanzieren, hat jedoch natürlich auch weniger Zeit für Reisen oder Unternehmungen.

24. Wie viel Geld werde ich für das Auslandssemester brauchen?

Diese Frage beschäftigt einen natürlich stark, denn als Student hat man schließlich kein unbegrenztes Budget. Jedoch kann man sie nicht pauschal beantworten. Je nach Land unterscheiden sich die Lebenshaltungskosten von denen in Deutschland, oft sind zum Beispiel Mieten teurer. Wer keine Studiengebühren zahlen muss hat dadurch schon eine ganze Menge Geld gespart. Hinzu kommen Reisekosten und die Kosten für die Organisation (Z.B. Visum, etc.) sowie Kosten für Reisen und Unternehmungen im Zielland. Für die meisten Länder gibt es grobe monatliche Richtwerte, wie viel man durchschnittlich einrechnen sollte. Diese Zahlen bekommt man im Akademischen Auslandsamt oder beim Austauschprogramm.

25. Wann sollte man den Flug buchen?

So früh wie möglich, denn dann ist er noch günstig. Oft braucht es jedoch eine Weile, bis man die endgültige Zusage der Gastuniversität bekommt, dann muss man die Termine des Semesterbeginns heraussuchen. Manche Partnerprogramme bieten noch ein Welcome Wochenende im Zielland an, u dem man gehen kann. Wer vor Ort eine Wohnung suchen möchte muss ebenfalls ein paar Tage mehr einrechnen. Sobald man sich mit dem Datum sicher ist, sollte man den Flug auch buchen. Über das Internet kann man die Preisverläufe gut verfolgen und auch Tendenzen anzeigen lassen. Wer im Reisebüro bucht kann oft flexiblere Angebote wählen, also zum Beispiel einen verschiebbaren Rückflug, wenn man sich noch nicht sicher ist, wann genau man mit den Prüfungen fertig ist und was man dann noch alles unternehmen möchte.

26. Wie soll ein Bericht über das Auslandssemester aussehen?

Manche Universitäten und Programme verlangen, dass man einen Bericht über die Zeit im Ausland schreibt, der dann wiederum anderen helfen kann, sich vorzustellen ob das etwas für sie ist. Im Bericht sollte ein wenig über das Land, die Universität und die Austauschorganisation stehen. Zudem ist für viele interessant, wie die Planung verlaufen ist und natürlich, wie man sich dort gefühlt hat, wie man sich eingelebt hat und was man unternommen hat. Man kann sich einfach vorstellen, was man selbst vor dem Auslandsaufenthalt gerne gewusst und gelesen hätte. Der Bericht kann auch wie eine Art Tagebuch gestaltet sein, in dem man alle paar Tage oder Wochen schreibt was man in der Zwischenzeit erlebt hat. Teilweise gibt es auch Vorschriften, was im Bericht enthalten sein muss und man kann sich zur Orientierung natürlich auch Berichte anderer Austauschstudenten ansehen. Da man jedoch so viel erleben wird, ist der Bericht mit Sicherheit kein Problem.

27. Bleibe ich während meines Auslandsjahres als Student in Deutschland immatrikuliert?

In den allermeisten Fällen muss man in Deutschland immatrikuliert bleiben, da sonst der Anspruch auf den Platz an der Universität verfällt. Außerdem kann es dann bei der Rückkehr Schwierigkeiten mit dem Anrechnen geben. Für viele Austauschprogramme ist die Immatrikulation in Deutschland auch ausschlaggebend dafür, dass man im Ausland keine Studiengebühren zahlt. Was man jedoch tun muss, ist sich für die Zeit zu beurlauben. Das geschieht über ein Urlaubs- oder Lernraumsemester.

28. Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung?

Ja. Für die meisten Länder ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die deutsche Versicherung nicht gültig ist. Innerhalb Europas kann die deutsche Versicherung Gültigkeit haben, das muss jedoch vorher abgeklärt werden. Wichtig ist dabei auch welche Leistungen übernommen werden. Für Länder außerhalb Europas sollte man auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

29. Wie finde ich im Gastland eine Unterkunft?

Oft bieten die Partneruniversitäten für internationale Studierende Plätze in den Wohnheimen an. Diese haben den Vorteil, dass sie in der Regel günstig und direkt am Campus sind. Doch auch eine WG mit anderen Studenten kann Vorteile haben. Das entscheidet oft jeder für sich, was ihm wichtig ist und wo er sich wohlfühlt. Oft spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Aufpassen: Nicht immer sind die Wohnheime wirklich günstiger als eine private geteilte Wohnung. Sind die Wohnheime nicht staatlich subventioniert, verlangen die Universitäten oft hohe Preise. Am besten bewirbt man sich auf einen Wohnheimsplatz und informiert sich über die Lage und Ausstattung sowie den Preis der Wohnheime, vergleicht dies jedoch auch mit Angeboten privater Wohnungen. Je nach Land und Stadt sollte man die den Vertrag nur unterschreiben, wenn man die Wohnung einmal gesehen hat. Bilder im Internet sind nicht unbedingt so wie es dann in echt aussieht.

30. Die Partnerhochschule verlangt ein Transcript of Records. Was ist das und woher erhalte ich es?

Ein Transcipt of Records entspricht dem deutschen Notenspiegel, es ist also eine Auflistung der bisher belegten Kurse und den entsprechenden Punkten und Noten, die man darin erzielt hat. Das Transcript of Records muss jedoch in Englisch sein, beziehungsweise andere Nachweise in den jeweiligen Landessprachen der Länder. Teilweise kann man sich den Notenspiegel auch auf Englisch ausgeben lassen, doch manchmal muss man ihn selbst übersetzen und beglaubigen lassen. Das Transcript kann auch von der Universität ausgestellt werden. Normalerweise muss ein solcher Leistungsnachweis der Bewerbung beigelegt werden.

31. Wo kann ich Erfahrungsberichte von Ehemaligen lesen?

Über die Internetseiten des Akademischen Auslandsamtes oder der Austauschprogramme kommt man meist auch auf Erfahrungsberichte. So bekommt man eine Vorstellung davon, was einen erwartet und wie der Ablauf ist.

32. Wie muss das Motivationsschreiben für Bewerbung/ Stipendium aussehen?

Wer für die Bewerbung ein Motivationsschreiben beilegen muss, sollte gezielt auf das Land und die Wunschuniversität eingehen. Warum hat man das jeweilige Land gewählt, welche Vorteile hat die Universität, passt sie zum Beispiel perfekt zu den Kursen in Deutschland? Man sollte sich auch Mühe geben, die individuelle Motivation herauszuheben, was verbindet einen zum Beispiel mit dem jeweiligen Land oder warum möchte man so gerne ins Ausland, was kann einem das selbst bringen. Das ein Auslandssemester sich gut im Lebenslauf macht und ein toller langer Urlaub wird, wird von der Auswahlkommission bestimmt eher negativ aufgefasst.

33. Ist auch im Dualen Studium ein Auslandsaufenthalt möglich?

Wer ein duales Studium macht hat oft einen sehr strikten Plan, wann universitäre und wann praktische Phasen sind. Doch natürlich ist es auch in dieser Art Studium möglich, für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Das kann entweder zu Studienzwecken oder in Form eines Auslandsaufenthaltes bei einer Außenstelle des Unternehmend sein. Man informiert sich am besten beim Arbeitgeber und bei der Hochschule um mögliche Partnerprogramme und Vorschriften.

34. Benötige ich einen Reisepass?

Für Länder außerhalb der Europäischen Union und ohne entsprechendem Abkommen mit Deutschland Ja. Einen Reisepass kann man sich beim Bürgeramt ausstellen lassen, das dauert in der Regel ca. 3-4 Wochen. Für den Pass benötigt man ein biometrisches Passbild. Achtung: Der Reisepass muss für manche Visa bis zu sechs Wochen nach Rückkehr aus dem Ausland gültig sein.

35. Muss Auslandssemester und Praktikum sein?

Wer im Rahmen des Studiums kein Praktikum oder Auslandsaufenthalt vorgeschrieben hat, muss natürlich keines von beidem absolvieren. Fakt ist jedoch, dass zahlreiche Arbeitgeber auf solche Zusatzqualifikationen achten. Praxis und Auslandserfahrung spielen im heutigen Berufsleben eine große Rolle. Dafür spricht auch, dass immer mehr Studiengänge Semester einbauen, in denen ein Praktikum oder Auslandssemester vorgeschrieben ist. Neben den beruflichen Chancen ist ein Auslandssemester auch eine einmalige Chance, ein fremdes Land kennen zu lernen und wirklich in die Kultur eintauchen zu können. In einer solchen Zeit lernt man sehr viel über sich selbst und nimmt viele positive Erfahrungen mit. Am Ende muss das jedoch jeder für sich selbst entscheiden.

36. Bei wie vielen Hochschulen sollte/kann ich mich parallel bewerben?

Das kommt natürlich auch auf das Programm an. Die meisten Austauschprogramme bieten drei mögliche Bewerbungen an unterschiedlichen Universitäten an. Diese drei sollte man auch nutzen, um die eigenen Chancen zu erhöhen. Wer als Free Mover ins Ausland möchte kann sich bei so vielen Universitäten bewerben wie er möchte. Natürlich steigt damit auch der Arbeitsaufwand aber eine Auswahl der drei bis fünf Favoriten ist meist eine gute Anzahl. Man sollte sich auch nicht bewerben, wenn man keine Chance hat, an der Universität genommen zu werden, da bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt sind. So spart man sich viel Arbeit.

37. Muss ich mich als Diplomstudent im Ausland für einen Masterstudiengang bewerben?

Wer noch den alten Diplomstudiengang studiert, hat es bei der Wahl der Gasthochschule etwas schwieriger. Teilweise werden noch auslaufende Diplomstudiengänge oder äquivalente Studiengänge angeboten, doch nicht immer sind diese für Austauschstudierende zugänglich. Teilweise herrschen auch ganz andere Systeme und Regelungen. Es ist durchaus möglich, sich für ein Masterprogramm an der Gastuniversität einzuschreiben, auch wenn man eigentlich im Diplomstudiengang ist. Das ist in den meisten Fällen auch die einfachste Lösung.

38. Ist es sinnvoll , Urlaubssemester für Auslandssemester während des Bachelorstudiengangs zu nehmen?

Urlaubssemester zählen in der Regel nicht als Fachsemester und tragen damit nicht zur Regelstudienzeit bei. Wer also ein Urlaubssemester abschließt, kann trotz Wiederholungen das Studium in der Regelstudienzeit abschließen. Jedoch wird das Urlaubs- bzw. Auslandssemester dann nicht im Zeugnis aufgehführt. Das Anrechnen der im Ausland erbrachten Kurse kann jedoch trotzdem durchgesetzt werden. Falls jedoch eine andere Möglichkeit besteht, zum Beispiel ein Lernraumsemester anstatt des Urlaubssemesters zu nehmen ist das vielleicht die bessere Möglichkeit.

39. Von wem und nach welchen Kriterien werden die Austauschplätze vergeben?

Auch das ist je nach Programm unterschiedlich. Bei Austauschprogrammen wie ERASMUS oder Landesprogrammen gibt es oft zwei Auswahlgremien, eines der eigenen Hochschule und eines des Programms, außerdem muss auch die Gasthochschule ihre Zustimmung geben. Bei Free Movern wird der ganz normale Bewerbungsprozess der Universität durchlaufen. Die Kriterien können ebenfalls unterschiedlich sein. Entscheidend sind alle Unterlagen der Bewerbung also Noten, Motivationsschreiben und Gutachten der Professoren. Auch Sprachkenntnisse oder das Auftreten bei persönlichen Auswahlgesprächen können ausschlaggebend sein. Bei sehr vielen Bewerbern gibt es jedoch auch oft zunächst einmal eine Notengrenze die erreicht werden muss. Soziales und studentisches Engagement können ebenfalls Kriterien sein.

40. Was muss ich vor der Abreise noch beachten?

Vor der Abreise gibt es meist noch zahlreiche Formalien zu klären, dazu gehört das Visum bzw. die Einreisepapiere, man muss zuhause die Wohnung und andere Dinge kündigen, und so weiter. Am hilfreichsten sind To Do Listen, die man Schritt für Schritt abarbeiten kann, damit man auch nichts vergisst. Die folgenden Fragen, sollte man sich auf jeden Fall vor der Abreise stellen.

41. Wie komme ich aus meinen Internetvertrag raus?

Wer eine eigene Wohnung an der Uni in Deutschland besitzt hat oft auch einige Verträge abgeschlossen, wie Internet oder Telefon. Diese gelten oft für mehrere Jahre und eine frühzeitige Kündigung ist nicht immer möglich. Am besten gleich in den Vertrag schauen und die Kündigungsfrist herausfinden. Wer seine Wohnung untervermietet, kann den Vertrag behalten und dem Untermieter in Rechnung stellen. Dann auch eine Vereinbarung vom Untermieter unterschreiben lassen, dass er für die Zeit verantwortlich ist.

42. Wie kündige ich meine Wohnung?

Auch die Wohnung in der man wohnt muss für die Zeit gekündigt werden. Manche Vermieter erlauben es auch, dass man das Zimmer untervermietet, so hat man den Vorteil, dass man nach der Rückkehr wieder in die Wohnung kann und nicht neu anfangen muss zu suchen. Bei einer Kündigung muss meist eine bis zu dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten werden oder ein geeigneter Nachmieter gefunden werden. Darum sollte man sich ebenfalls frühzeitig kümmern, um nicht doppelt zu zahlen.

43. Wie vermiete ich mein (WG-) Zimmer weiter?

Ist der Vermieter einverstanden, dass das Zimmer für den jeweiligen Zeitraum untervermietet wird, gilt es einen geeigneten Untermieter zu finden und viele Fragen zu klären. Wohnen noch andere Personen in der WG, dann müssen auch diese mit dem neuen Mieter zurechtkommen. Vermietet man das Zimmer möbliert oder nimmt man seine Möbel raus und verstaut sie woanders? Man muss einen Mietvertrag aufsetzen und die Wohnung in eine Wohnungsbörse stellen. Am Ende findet man dann hoffentlich einen zuverlässigen Untermieter und kann beruhigt ins Ausland gehen.

44. Wo tausche ich mein Geld?

Gibt es im Zielland eine andere Währung, sollte man schon in Deutschland ein wenig Geld wechseln, um schon auf dem Weg vom Flughafen zur neuen Wohnung genug dabei zu haben. Vor Ort kann man bei Banken Geld wechseln lassen oder teilweise gibt es auch Automaten oder spezielle Geldwechselinstitute. Für das Wechseln zahlt man jedoch meist einen gewissen Zinssatz. Besser ist es, das Geld vor Ort mit einer Kreditkarte oder einem ausländischen Konto abzuheben.

45. Wie komme ich vor Ort am einfachsten an mein Geld?

Eine Kreditkarte kann im Ausland nie schaden, wenn man unkompliziert und kostenfrei an Geld kommen möchte. Manche deutschen Banken haben auch Kooperationen mit ausländischen Banken, so dass man kostenfrei Geld von einem Konto zum anderen transferieren kann. Auch das ist eine gute Lösung. Wer vor Ort immer an Geld und Schecks kommen möchte sollte dort ein Konto eröffnen, oft gibt es spezielle Studentenangebote, somit ist das auch nicht sehr teuer. Im Notfall können dann auch Eltern oder andere Beauftragte Geld überweisen.

46. Was mache ich am besten mit meinem Handy-Vertrag?

Wer in Deutschland einen Handyvertrag abgeschlossen hat, sollte diesen kündigen und eine Sim-k
Karte oder einen Vertrag im Gastland kaufen. Die Preise für telefonieren und SMS schreiben aus dem Ausland sind immer noch zu hoch, um den bisherigen Vertrag mitzunehmen. Oft können einem Kommilitonen vor Ort einen günstigen Tarif empfehlen, mit dem man im Zielland günstig schreiben und telefonieren kann. Der Kontakt nach Hause ist natürlich über das Internet am günstigsten.

47. Was muss ich beachten, wenn mich Verwandte oder Freunde besuchen wollen?

Natürlich ist es eine tolle Sache, wenn Familie oder Freunde einen Besuch ankündigen, doch es gibt auch einiges zu organisieren. Man muss mit dem Vermieter abklären, ob Gäste im Haus übernachten können oder ob man ein Hotel oder eine Jugendherberge sucht. Auch Einreisebestimmungen müssen vorab geklärt werden. Dann will man natürlich gemeinsam auch jede Menge unternehmen, man sucht also die tollsten Reiseziele heraus, die man unbedingt zeigen möchte. Dabei sollte man die Universität nicht vergessen und aufpassen, dass man vor lauter Reisen nicht zu viele Kurse verpasst und später Probleme mit dem Anrechnen bekommt.

48. Was ist ein Kulturschock?

Der so genannte Kulturschock tritt nach ein paar Wochen oder Monaten ein, wenn die anfängliche Euphorie über das neue Land und die neue Umgebung abgeklungen ist. Dann bemerkt man auf einmal schmerzlich, was einem von zuhause fehlt und man entdeckt zunehmend negative Dinge an der momentanen Situation. Heimweh und das Gefühl der Situation nicht gewachsen zu sein treten dann besonders stark auf. Hat man diese Phase jedoch überwunden, hat man sich richtig in der neuen Kultur eingelebt. Es wird daher auch empfohlen nicht nur ein sondern zwei Semester im Gastland zu verbringen, um nicht gehen zu müssen, wenn gerade erst alle toll geworden ist. Auch im Nachhinein kann es sein, dass man einen Eigenkulturschock bekommt wenn man wieder zuhause ist. Auf einmal erscheint vieles fremd, man hat sich so stark verändert, doch alle die zuhause geblieben sind, sind noch genau gleich und können sich nicht vorstellen, was man selbst erlebt hat.
Das ist nicht immer einfach, doch die positiven Phasen überwiegen.

49. Wie nehme ich besonders viele Erfahrungen aus dem Auslandsaufenthalt mit?

Natürlich spielen die Uni und der andere fachliche Blickwinkel eine Rolle, doch am wichtigsten ist es, das Land, die Kultur und die Menschen dort kennen zu lernen. Man sollte auf jeden Fall offen in das Abenteuer Auslandsaufenthalt gehen, sich nicht an andere Austauschstudenten klammern, sondern auch gezielt den Kontakt zu Einheimischen suchen und natürlich Reisen, Reisen, Reisen. Man wird so schnell nicht wieder die Gelegenheit bekommen, ein anderes Land komplett zu entdecken und Semesterferien oder Wochenenden bieten sich super an für Trips durch das Land.

50. Was bleibt zu tun, nachdem ich wieder zuhause bin?

Viel zu schnell wird die Zeit des Auslandssemesters wieder vorbei sein und auf einmal ist man wieder zuhause und muss sich erst einmal dort wieder einleben. Dann geht der ganze Prozess rückwärts, man muss wieder in seine Wohnung, alle Verträge wieder aufnehmen, sich an der Uni rückmelden, etc. Viele müssen für ihre Austauschprogramme einen Erfahrungsbericht schreiben, man muss sich um die Anrechnung der Kurse kümmern und natürlich allen Freunden und Verwandten die vielen Bilder zeigen, die man gemacht hat und von der tollen Zeit erzählen. Das Fernweh was man dann spürt ist fast schone ein wenig Heimweg nach dem zweiten Zuhause, welches man gefunden hat.

2 comments

  1. Beglaubigte Übersetzung

    Man sollte auch beachten, dass für einen Auslandsstudium oder-Aufenthalt viele Dokumente beglaubigt übersetzt werden sollten. Da gibt es für jedes Land unterschiedliche Regelungen, sogar in der EU herrschen für beglaubigte Übersetzungen unterschiedliche Vorgaben. In Australien gibt die Vorgaben NAATI vor, in GB das ITI. In der USA müssten in den meisten Fällen die Übersetzungen von einem ATA-Mitglied stammen und zusätzlich noch notariell beglaubigt sein.

  2. Sebastian Grund

    Ich hatte mein Auslandsjahr schon und es war klasse. Leider war es wirklich zu schnell vorbei. Ein Tipp zu den Möbeln. Ich habe meine Wohnung untervermietet, aber Bett und andere Dinge verstaut, da diese ja keiner übernehmen würde. Da kann man entweder eine Garage anmieten oder, wenn man flexibel sein möchte, kann man einen Lagerraum bei einem Anbieter wie hier pro Woche mieten. Das kommt auf den Plan an.
    Auslandssemester kann ich aber jedem empfehlen. Eine tolle Erfahrung und man trifft so viele nette Menschen, die man vielleicht auch mal wieder sieht.

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