Auslandspraktikum in Neuseeland

Auslandspraktikum in Neuseeland

Warum Neuseeland?

Du hast dich für einen Auslandsaufenthalt in Neuseeland entschieden? Dann hast du alles richtig gemacht! Neuseeland zählt zu den atemberaubendsten Ländern auf der ganzen Welt.  Nirgendwo anders findest du eine solch einzigartige Landschaft wie in Neuseeland. Gerade deshalb ist es auch unter Globetrottern und Backpackern so unglaublich beliebt.

Was Neuseeland so besonders macht, ist vor allem die vielfältige Landschaft: Zwei Inseln kombinieren Fjordlandschaften mit Regenwäldern, Gletschern mit weißen Sandstränden und Vulkangebiete mit Nationalparks. Wenn du ein Freund von Natur bist, ist Neuseeland auf jeden Fall das perfekte Reiseziel für dich. Egal zu welcher Jahreszeit – an einsamen Stränden können sich Surfer ihrer Leidenschaft hingeben und gleichzeitig können sich die Skiliebhaber unter euch auf den Skipisten austoben.

Aber nicht nur was die Natur betrifft hat Neuseeland einiges für seine Touristen und Besucher zu bieten: in den pulsierenden Städten Auckland und Wellington können Praktikanten Erfahrungen für den späteren Arbeitsalltag sammeln und internationale Unternehmen näher kennenlernen. Mit der Amtssprache Englisch wird es dir nicht allzu schwer fallen, dich in großen Unternehmen zurecht zu finden.

Aber nicht nur beim Arbeiten wirst du dich in Neuseeland bestimmt nach kurzer Zeit bereits wie Zuhause fühlen: Die Neuseeländer sind  besonders bekannt für ihre Offenheit und Gastfreundlichkeit. Im „Land der weißen Wolke“ ist jeder Besucher herzlich willkommen.

Neuseeland ist ungefähr so groß wie England und hat 4,3 Millionen Einwohner. Die meisten von diesen wohnen in der Hauptstadt Wellington und den Städten Auckland und Christchurch. Auch wenn die Neuseeländer Großstädte zum Leben vorziehen, halten sie sich gerne in der Natur auf. Besonders Sportarten, wie wir sie in Deutschland so gar nicht kennen, werden gerne im Freien gespielt. Darunter fallen zum Beispiel Rugby, Cricket, Netball und Segeln.

Praktikumssuche

Neuseeland bietet Praktikanten eine große Vielfalt an Praktikumsplätzen in unterschiedlichen Branchen von internationalen Unternehmen: Viele deutsche Unternehmen wie zum Beispiel L’Oreal, BMW oder Bayer haben einen Partnersitz  am anderen Ende der Welt in Neuseeland.

Vorab musst du dich allerdings erst einmal darüber informieren, ob dein Wunschpraktikum überhaupt in Neuseeland angeboten wird. Am besten durchforstest du die verschiedenen Internetangebote, Jobbörsen und Portale, um einen Überblick über die Angebote zu bekommen. Die Internetseite New Zealand German Business Association bietet zusätzlich zu vielen Informationen bezüglich deutscher Unternehmen in Neuseeland auch aktuelle Praktikumsstellen an. Hierbei empfiehlt es sich, die Unternehmen immer direkt anzuschreiben und Eigeninitiative zu zeigen. Somit gibst du ein selbstbewusstes und eigenständiges Bild von dir ab.

Wenn du auf eigenen Faust keinen Praktikumsplatz findest, solltest du nicht gleich verzagen und deinen Traum vom Auslandspraktikum aufgeben, denn es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, mit denen du an dein Traumpraktikum gelangen kannst.

Zum Einen kannst du vom Working Holiday Visum Gebrauch machen: Wenn du dieses beantragt hast, bist du dazu berechtigt, erst einmal nach Neuseeland einzureisen und dann von dort aus nach einem Praktikumsplatz Ausschau zu halten. Da Neuseeland unter Work and Travel Reisenden sehr beliebt ist, stellt dies eine häufig genutzte Alternative zum einfachen Betriebspraktikum dar. Falls für dich auch eher der Auslandsaufenthalt und das Reisen und nicht das Praktikum im Vordergrund steht, solltest du dich vorab ausreichend über das Work and Travel Programm informieren.  Somit erhältst du zwar weniger Arbeitserfahrung, aber dafür sammelst du beim flexiblen Reisen auch eine Menge Lebenserfahrung.

Außerdem hast du die Möglichkeit, einen Praktikumsplatz über eine Agentur vermittelt zu bekommen. Die Agentur kümmert sich nicht nur um dein Praktikum und alles was damit zusammenhängt, sondern ist auch bei der Organisation deines Auslandsaufenthalts behilflich. Diese Alternative ist natürlich auch gleichzeitig mit hohen Servicegebühren verbunden. Außerdem solltest du bedenken, dass dein Praktikum, wenn es über eine Agentur vermittelt wird, in der Regel nicht vergütet wird.

Praktikumsbewerbung und Einschreiben

Sobald du eine Praktikumsstelle gefunden hast, die dich interessiert, geht es ran an die Bewerbungsunterlagen:

Deine Bewerbung sollte auf jeden Fall ein Anschreiben und einen vollständigen, detaillierten Lebenslauf enthalten.

In dem Anschreiben solltest du, wie es auch in einer deutschen Bewerbung angebracht ist, erläutern, warum Neuseeland dein absolutes Traumziel ist und warum gerade du die optimalen Qualifikationen mitbringst, um deinen gewünschten Praktikumsplatz zu erlangen.

Im Lebenslauf solltest du nach Angaben über deine Person deine Schul- bzw. Hochschullaufbahn sowie bereits erworbene Arbeitserfahrung genauestens darlegen und weitere Qualifikationen, wie zum Beispiel Sprachkenntnisse nennen. Außerdem ist es von Vorteil, im Lebenslauf anzugeben, ob und wenn ja, welches Visum du besitzt.

Auf Nachfrage solltest du zudem Referenzschreiben und Zeugnisse nachweisen, aus welchen deine bereits erworbenen Schul- und Studienleistungen hervorgehen. Achte beim Praktikumsscheiben darauf, dass alle Dokumente in Englisch verfasst sind. Es kommt immer gut an, wenn man den Ansprechpartner direkt anschreibt. Auf ein Bewerbungsfoto sollte allerdings aufgrund des Gleichstellungssatzes verzichtet werden.

Du hast noch Fragen? In unserer Checkliste zum Auslandspraktikum findest du weitere wichtige Informationen.

Visumsbeantragung

Damit du in Neuseeland länger als drei Monate leben und arbeiten darfst, benötigst du ein Arbeitsvisum, das temporarily working Visum. Dieses bringt allerdings einige Voraussetzungen mit sich, welche es unbedingt einzuhalten gilt.

  • Du musst mindestens 18 Jahre und höchstes 35 Jahre alt sein.
  • Du benötigst einen gültigen Reisepass, einen Hin- und Rückflug sowie eine Auslandskrankenversicherung.
  • Es ist ein Praktikumsvertrag sowie eine Bestätigung des Unternehmens erforderlich, aus der hinausgeht, dass ausländische Arbeitskräfte eingestellt werden dürfen.
  • Dein Praktikum muss studienrelevant sein.
  • Du benötigst einen Nachweis, dass du über ausreichend finanzielle Mittel verfügst, um deinen Lebensunterhalt finanzieren zu können.

Als Alternative kannst du, wie oben schon genannt, mit dem bekannten Work and Holiday Visum nach Neuseeland einreisen. Hierbei gelten generell die gleichen Bestimmungen wie beim Arbeitsvisum, allerdings darf man es nur bis zum 30. Lebensjahr einmal im Leben beantragen. Zwar benötigst du für die Beantragung keinen Praktikumsvertrag, allerdings musst du zusätzliche Gesundheitsnachweise vorlegen.

Das Visum beantragst du online beim Department of Labour.

Eine ausreichende Versicherung

Du möchtest neben dem Arbeiten in einem internationalen Unternehmen auch noch die Landschaft Neuseelands erkunden und vielleicht auf einen Gletscher wandern oder einen Bungee Jump von einer Brücke machen? Oder willst du sogar den Nervenkitzel eines Skydives erleben? Alle diese Möglichkeiten stehen dir ohne Frage offen.

Allerdings solltest du bei diesen risikoreichen Aktivitäten auch immer deine Gesundheit im Hintergrund behalten und sichergehen, dass du ausreichend versichert bist.

Da deine deutsche Versicherung nicht für Notfälle in Neuseeland greift, wirst du nicht umhin kommen, eine zusätzliche Versicherung für deinen Auslandsaufenthalt zu beantragen. Wenn also wirklich der Fall eintreten sollte, dass du in Neuseeland einen Unfall hast oder erkrankst, zahlt deine Versicherung die Kosten für den Krankenwagentransport, Behandlungen oder notwendige Dokumente und du musst nichts von deinem eigenen Reisebudget bezahlen. Da Anbieter allerdings immer verschiedene Leistungen anbieten, solltest du unbedingt die unterschiedlichen Anbieter vergleichen.

Mawista ist ein Versicherungsexperte, welcher Auslandskrankenversicherungen für Auslandspraktika anbietet. Diese sind speziell auf Praktikanten und Work and Travel Teilnehmer zugeschnitten und enthalten alle notwendigen Leistungen zu einem günstigen Preis.

Außerdem solltest du in Betracht ziehen, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, da du eine lange Reise vor dir hast, und du nie sicher weißt, ob du diese Reise vielleicht aus einem bestimmten Grund kurzfristig nicht mehr antreten kannst. Für den Fall, dass deine Reise storniert werden muss, werden die Stornierungsgebühren von deiner Versicherung direkt an den Reiseleiter gezahlt. Gründe für einen Reiserücktritt sind unter anderem schwere unerwartete Erkrankung, der Tod eines Familienmitgliedes  oder eine Impfunverträglichkeit. Auch hier bietet sich das Abschließen einer Versicherung von Mawista an. Noch Fragen? Alle wichtigen Informationen und enthaltenen Leistungen findest du unter http://www.mawista.com/reiseruecktrittsversicherung/.

Für deinen Praktikumsaufenthalt in Neuseeland kannst du ebenfalls darüber nachdenken, eine Haftpflichtversicherung und eine Unfallversicherung abzuschließen.

Kosten

Ein Auslandsaufenthalt war leider noch nie ein Schnäppchen. Ob Anreise, Unterkunft, Versicherungen oder Aktivitäten vor Ort – das alles ist nicht umsonst. Und ein Praktikum wird in Neuseeland auch nur selten vergütet. Dies hängt aber selbstverständlich immer vom Arbeitgeber ab. Damit du einschätzen kannst, wie viel Geld du ungefähr für deinen Aufenthalt benötigst, haben wir hier die wichtigsten Kosten für dich aufgelistet.

  • Ausgaben für die Vorbereitungen

Für dein Flugticket solltest du je nach Saison 1000 bis 1700 Euro deines Reisebudgets einkalkulieren. Die Kosten für dein Flugticket können von vielen Faktoren abhängig sein: Der Zeitpunkt deiner Buchung, die Fluglinie, ob du Hin- und Rückflug zusammen buchst, etc. Am besten vergleichst du viele verschiedene Portale, damit du einen kostengünstigen Flug erwischst.

Außerdem musst du im Voraus deine Visagebühren zahlen; die Gebühren für das Working Holiday Visum betragen rund 70 Euro.

Zudem solltest du in deinem Finanzplan deine Krankenversicherung (rechne mit 1,-1,50 Euro pro Tag) und mögliche weitere Versicherungen einkalkulieren.

Wenn du eine Agentur dami beauftragst, dir einen Praktikumsplatz zu vermitteln, müssen hierfür ebenfalls ausreichend finanzielle Mittel verfügbar sein.

  • Ausgaben für den Lebensunterhalt

Generell solltest du in Neuseeland mit etwas höheren Lebenshaltungskosten rechnen als in Deutschland. Gerade für die Verpflegung, sei es aus dem Supermarkt oder in einem Restaurant, wirst du manchmal etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Besonders für Luxusgüter wie Schokolade und Alkohol solltest du etwas mehr Geld einkalkulieren. Für Unterkunft und Lebensunterhaltkosten für Essen und Transfer empfiehlt es sich, mit 400-600 Euro im Monat zu rechnen.

  • Ausgaben fürs Reisen

Natürlich möchtest du auch einen großen Teil deiner Zeit in Neuseeland mit dem Reisen verbringen und  viele schöne Orte der grünen Insel kennenlernen. Aber auch hierfür musst du finanzielle Mittel einkalkulieren.

Wenn du nach deinem Praktikum noch für eine Weile in Neuseeland bleibst, um das Land zu erkunden, könnte es sich für dich anbieten, ein Auto zu kaufen. Der große Vorteil eines eigenen Autos ist die Flexibilität und Ungebundenheit. Bemühe dich in diesem Fall rechtzeitig darum, das Auto wieder verkauft zu haben, sobald du dich auf deine Heimreise machst. Beachte hierbei auch, dass du einen internationalen Führerschein benötigst, den du vorab in Deutschland beantragt haben musst.

Ansonsten gibt es in Neuseeland die Möglichkeit, eine komplette Reiseroute bei einem Busunternehmen zu buchen. Zwar sind diese Routen stark auf Touristen fokussiert und peilen deshalb vorwiegend die zentralen und beliebten Orte Neuseelands an, allerdings kannst du somit stressfrei durch das Land reisen und musst dich um nichts kümmern. Zudem lernt man somit sehr viele neue Leute kennen.

Zu guter Letzt gibt es noch die Kostenlos-Variante: Hitchhiking. Per Anhalter mitzufahren ist in Neuseeland vor allem unter Backpackern durchaus beliebt und auch ungefährlich.

Unterkunft

Deine Unterkunft wird nicht von deinem Arbeitgeber gestellt? Dann solltest du dich frühzeitig eigenständig um eine Unterkunft kümmern. Bei der Wohnungssuche ist allerdings zu beachten, dass du dich in Neuseeland so gut wie immer persönlich vorstellen musst.

Gerade deshalb ist es von Vorteil, ein paar Tage vor Arbeitsbeginn nach Neuseeland zu reisen und erst einmal in einem der unzähligen Backpacker Hostels zu wohnen. Grundsätzlich musst du mit 20-30 NSD pro Unterkunft in einem Hostel rechnen. Wohnungsanzeigen findest du oft an Schwarzen Brettern in Universitäten oder anderen Einrichtungen.

Bei deinem neuen Arbeitgeber kannst du dich über den momentanen Wohnungsmarkt erkundigen. Alternativ hast du auch die Möglichkeit, deine Traumwohnung in Neuseeland über Suchmaschinen wie zum Beispiel flatfinder.co.nz zu finden.

Wenn du ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft suchst, gelten in Neuseeland die gleichen Regeln wie auch in so gut wie jedem anderen Land: In den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch sind die Mieten höher als zum Beispiel in deren Vororten. Bevor du einen Mietvertrag abschließt, solltest du diesen auf jeden Fall gründlich unter die Lupe nehmen und sicherstellen, dass alle Unklarheiten bezüglich der Nebenkosten, Kündigungsfrist und weiteren Formalitäten geklärt sind.

Eine weitere Unterkunftsmöglichkeit ist das Leben in Gastfamilien. Dies ermöglicht einem nicht nur einen Einblick in die neuseeländische Kultur und den Alltag der Neuseeländer, sondern bringt zudem auch den Vorteil mit sich, dass man seine Englischkenntnisse aufbessern kann. 

Finanzierungsmöglichkeiten

Du hast bereits ein mulmiges Gefühl, weil du gemerkt hast, dass du dir dein Auslandspraktikum vielleicht gar nicht leisten kannst? Dann kannst du aufatmen, denn so ganz ohne finanzielle Hilfe musst du dein Praktikum in Neuseeland nicht bewältigen. Im Folgenden haben wir einige Finanzierungsmöglichkeiten aufgelistet, von denen auch du profitieren kannst:

1. Stipendien: Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet Stipendien an, die sehr umfangreich sind und oft eine Menge an Kosten übernehmen. Gerade weil sie unter Studenten und Praktikanten so beliebt sind, solltest du dich frühzeitig auf ein Stipendium bewerben. Alternativ kannst du Stipendien bei kirchlichen oder politischen Stiftungen beantragen.

2. Auslands-BaFöG: Da für das Auslands-Bafög andere Regeln und Richtlinien gelten, kannst du hiervon auch profitieren, wenn du in Deutschland nicht berechtigt bist, Bafög zu beantragen.

3. Bildungskredite: Finanzielle Unterstützung bekommst du ebenfalls von deutschen und neuseeländischen Banken, indem diese dir einen Studienkredit ausstellen. Außerdem kannst du von Bildungsfonds der Bundesländer Gebrauch machen, um deinen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. 

Tipps und Tricks

  • Handykarte vor Ort kaufen! Es empfiehlt sich, eine neue Sim-Karte in Neuseeland vor Ort zu kaufen. Somit wird das Telefonieren mit Freunden und Familie um einiges günstiger.
  • Bankkonto bereits in Deutschland erstellen! Bei der DKB kannst du beispielsweise problemlos von Deutschland aus ein Konto erstellen, auf das du in Neuseeland kostenlos zugreifen und von dem du ohne zusätzliche Gebühren Geld abheben kannst.
  • Das Äußere zählt! Achte während deiner Praktikumszeiten unbedingt auf angemessene Kleidung. Auch wenn warme Temperaturen herrschen, solltest du nicht in allzu sommerlicher Kleidung und Flip Flops zur Arbeit kommen. Außerdem wirkst du mit einem angebrachten  Look auch gleich viel seriöser gegenüber deinen neuen Arbeitskollegen.
  • Internationalen Studentenausweis vorab beantragen! Der deutsche Studentenausweis wird in Neuseeland in den meisten Fällen nicht akzeptiert.
  • Viel Reisen und die faszinierende Kultur der Maoris kennenlernen! Wenn du schon die Möglichkeit hast, dein Praktikum am anderen Ende der Welt in einem so unglaublichen Land wie Neuseeland zu absolvieren, solltest du dich nicht nur auf die Arbeit fixieren, sondern so viel von dem Land und der spannenden Kultur der Einheimischen, der Maoris, mitnehmen wie möglich.

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