Tipps und Informationen für ein Auslandssemester in den USA

Tipps und Informationen für ein Auslandssemester in den USA

Den eigenen amerikanischen Traum leben, das Auslandssemester in den USA verbringen, das ist einer der größten Wünsche von vielen deutschen Studenten. Das wohl bekannteste, berühmteste und berüchtigtste Land unseres Planeten übt immer noch eine unglaubliche Anziehungskraft und Faszination auf tausende junge Menschen aus. Dabei gehen die Vorlieben, Wünsche und Erwartungen ganz schön weit auseinander.

Die einen träumen von den Stränden Kaliforniens oder Floridas, andere zieht es in die großen Städte wie New York, Los Angeles oder Miami und wieder andere suchen die Ruhe und die Weite der ländlicheren Staaten. Egal was für ein Typ man ist oder von welchen Orten, Eigenschaften und Begebenheiten man träumt, die USA haben so ziemlich für jeden etwas zu bieten.

Und die Studenten liegen mit ihren Träumen ja auch ganz richtig. Dieses vielfältige Land, gezeichnet von seiner jahrhundertealten Rolle in der Weltgeschichte und geprägt von den unterschiedlichsten Kulturen, Völkern und Menschen besitzt eine Faszination wie kaum ein anderes. In jeder Region, in jedem Staat herrscht eine ganz eigene Lebensweise und jeder Staat hat auch seine eignen Vorzüge und Eigenheiten. Die Menschen, welche in den USA leben sind ebenso vielfältig und unterschiedlich wie ihre Heimat. Die unterschiedlichsten Typen und Kulturen leben hier und vereinen ihre Vielfalt zu einer amerikanischen Identität.

Um all diese Vielfalt und die unterschiedlichen Begebenheiten zu erleben und kennen zu lernen, ist ein Auslandsstudium die perfekte Gelegenheit. Man lebt und studiert ein oder mehrere Semester in diesem Land und bekommt die Kultur und Lebensweise hautnah mit. Neben dem Blick auf die Menschlichen Unterschiede, kann man dann auch die Unterschiede zwischen den Bildungssystemen und Forschungsschwerpunkten kennen lernen. Ein Auslandssemester gibt einem einen ganz anderen Blick auf ein Land, als eine Reise oder ein kurzer Urlaub. Man hat die Chance, selbst ein Teil der anderen Kultur zu werden.

Die Zeit in den Semesterferien oder nach dem Studium nutzen viele der Austauschstudenten, um noch andere Teile des Landes kennen zu lernen. Gerade in den USA bieten sich natürlich zahlreiche Orte und Möglichkeiten an. Eine ganz besondere Erfahrung werden diese Reisen, wenn man sie mit den anderen Studenten teilt. An den großen amerikanischen Universitäten findet man Studenten aus dem ganzen Land, die man dann besuchen kann und die einem ihre ganz eigene Sichtweise ihrer Heimat zeigen können. Von den Leuten, die an einem Ort wohnen bekommt man schließlich immer noch die besten Reisetipps, die sich auch abseits vom Touristengetümmel lohnen.

Vor dem eigentlichen Aufenthalt in den USA gilt es jedoch noch einige Dinge zu beachten und zu organisieren. Wer die Möglichkeit hat, über ein Partnerprogramm der eigenen Hochschule oder Landesprogramme in die USA zu gehen, sollte diese Chance auf jeden Fall nutzen. Solche Austauschprogramme zwischen den Ländern und Hochschulen übernehmen nicht nur einen großen Teil der anfallenden Kosten, sondern bieten auch gezielte Vorbereitungsseminare an. Der Kulturschock kann nämlich doch größer sein als man im Vorhinein denkt und man möchte sich im Gastland ja auch nicht sofort blamieren. Außerdem können die Mitarbeiter der Programme einem bei Dingen wie Visum und Wohnungssuche behilflich sein, was auch einen großen Teil der Arbeit darstellt.

Wessen Hochschule oder Universität keine Austauschprogramme in die USA anbietet, sollte nicht aufgeben. Auch als so genannter Freemover kann man einen Aufenthalt in den USA zu Studienzwecken erreichen. Der Aufwand kann etwas höher sein, da man über die normalen Aufnahmeprogramme der amerikanischen Universitäten gehen muss, aber wenn man sich zusätzlich für diverse Stipendien bewirbt, kann man sich seinen Traum auf jeden Fall erfüllen.

Die Bewerbung egal auf welche Art, sollte man schon sehr frühzeitig in Angriff nehmen. Oft liegen die Fristen bei den Austauschprogrammen schon 1 ½ Jahre vor dem eigentlichen Aufenthalt und auch die Bewerbungsfristen der amerikanischen Universitäten sind schon recht früh. Es wäre schade, den Aufenthalt nur deshalb nicht machen zu können, weil man sich zu spät informiert und beworben hat.

Die Bewerbung selbst beinhaltet in den meisten Fällen ein Bewerbungsformular, ein Motivationsschreiben, den aktuellen Notenspiegel, Empfehlungen von Professoren, gegebenenfalls Sprachnachweise wie zum Beispiel über den TOEFL-Test und anderes. Immer gut informieren, was in die Bewerbung hinein muss, unvollständige Bewerbungen werden meistens einfach aussortiert, da die Vielzahl der Bewerber eine persönliche Rückmeldung unmöglich macht.

Nachdem die Bewerbung geglückt ist, ist zwar die Vorfreude riesig, der Organisationsaufwand beginnt jedoch eigentlich erst. Es gilt nun Dinge wie Flüge, Wohnung, Stipendien, Krankenversicherungen, Kursbuchungen, etc. zu organisieren.

Wohnungsplätze findet man je nach Programm und Universität in den Wohnheimen auf dem Campus, jedoch ist eine separate Bewerbung notwendig und teilweise sind die Plätze nicht annähernd ausreichend, so dass man keinen Platz mehr bekommt. Von Deutschland aus eine geeignete Wohnung zu finden, kann sehr schwer werden, daher suchen viele nur vorübergehende Lösungen oder fliegen schon früher, um vor Ort zu suchen. In den großen Städten der USA kann die Wohnungssuche ein Problem werden und günstig ein Zimmer zu finden ist oft nicht möglich. Über Internet-Plattformen kann man mit anderen Austauschstudenten oder mit Studenten vor Ort kommunizieren und gegebenenfalls so eine Wohnung teilen oderübernehmen.

Für die meisten Stipendien muss man sich gesondert von der Bewerbung um den Studienplatz bewerben. Auch hier liegen die Fristen sehr früh, so dass man direkt nach Erhalten der Zusage damit beginnen sollte. Es ist möglich, sich für mehrere Stipendien zu bewerben und dies sollte man auch tun, um seine Chancen zu erhöhen. Absagen kann man am Ende immer noch, wenn man bei mehreren Programmen genommen wurde. Die Stipendien können vom Bundesland, vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), von kirchlichen oder politischen Organisationen oder anderen Vereinen ausgegeben werden. Sie übernehmen in der Regel nur Teile der anfallenden Kosten, in seltenen Fällen auch den gesamten Aufenthalt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung zu finden. Die deutsche Versicherung greift in den USA nicht und das amerikanische Gesundheitssystem ist für Privatpatienten sehr teuer. Es ist also zwingend notwendig, sich um eine Auslandskrankenversicherung zu bemühen.

Flüge in die USA machen einen weiteren großen Kostenpunkt aus. Am besten ist es, so früh wie möglich zu buchen, sobald man den Abreisetermin festgelegt hat, denn in der Regel sind die Flüge für Frühbucher am günstigsten. Manchmal finden sich auch kurzfristig Last-Minute Schnäppchen aber das ist natürlich nicht sicher und kann auch schief gehen.

Auf was man auch achten sollte, ist die Frage, was für Leistungen und Kurse aus den USA man für sein eigenes Studium anrechnen lassen kann. Hier helfen einem Studiengangskoordinatoren und Professoren. Es ist oftmals nicht möglich, alles anrechnen zu lassen, aber auch einzelne Fächer können einem für den Abschluss viel bringen.

Sind so weit alle Planungen abgeschlossen bleibt nur noch die Vorfreude zu genießen und Abschiedspartys zu feiern. Wer frühzeitig mit Planung und Organisation beginnt sollte eigentlich keine Schwierigkeiten bekommen. Im Internet und beim Akademischen Auslandsamt der Heimatuniversität findet man in der Regel alle nötigen Informationen und gerade beim Auslandsamt bekommt man auch oft persönliche Beratung zur eigenen Situation.

Alles in allem ist ein Auslandsaufenthalt in den USA eine große Bereicherung für jeden, der sich das wünscht und man kann nicht nur Erfahrungen für das Studium sammeln, sondern sich auch persönlich weiterentwickeln und Erinnerungen sammeln, die einen das ganze Leben über begleiten.

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