Praktikum in England – Alles rund um das Auslandspraktikum in England

Praktikum in England – Alles rund um das Auslandspraktikum in England

Viele junge Menschen möchten nach der Schul- oder während der Studienzeit durch ein Praktikum die Weichen für ihren weiteren beruflichen Werdegang stellen. Ein Praktikum ist eine Zeit der Orientierung und des Ausprobierens – falls der gewählte Berufszweig doch nicht der passende ist, war der Umweg nur von befristeter Dauer und hat letztlich eine hilfreiche Erkenntnis gebracht. Manche Jugendliche träumen davon, ein Praktikum in einem Land am anderen Ende der Welt wie Australien oder Neuseeland zu absolvieren. Anderen wiederum ist eine solche Distanz zu weit und sie möchten lieber in vergleichsweise gut erreichbarer Nähe in Europa ein Praktikum ableisten. Einen speziellen Lifestyle, fesselnde Kulturgeschichte und internationale Unternehmen findest du fast um die Ecke in England.

Warum zum Praktikum nach England?

England bietet eine völlig eigene Gesellschaft, besondere Traditionen und malerische Landschaften. Das alles erreichen Praktikanten ohne eine kostspielige und langwierige Reise um die halbe Erdkugel. Die britische Insel gehört geografisch zu Europa, ist jedoch in vielerlei Hinsicht unabhängig von den anderen europäischen Ländern. Der Ausnahmestatus zeigt sich unter anderem darin, dass in England nicht der Euro als Währung akzeptiert wird. Seit jeher zahlen Briten in Pfund Sterling. England ist der weitläufigste und gleichzeitig am dichtesten bewohnte Landesteil des Vereinigen Königreiches.

Geografisches zu England

Von der Insel Großbritanniens belegt England den größten Teil im Süden. Im Norden grenzt England an Schottland und im Westen schließen sich Wales und die Irische See an. Unterschiedliche sehenswerte Landschaften ergeben sich durch die Gewässer, die die Insel umschließen: Im Osten liegt die Nordsee, im Süden der Ärmelkanal und im Südwesten grenzt England an den Atlantik. Die Vielfalt der spektakulären Landschaft ist mitunter überwältigend.

Die Hauptstadt von England, London, erfreut sich als internationale Metropole ganz besonderer Popularität. Tag und Nacht pulsiert das Leben. Beinahe 85 % aller Einwohner Großbritanniens leben in der quirligen Stadt. Die Möglichkeiten und Angebote für Jobs und Freizeitaktivitäten scheinen unendlich. Neben neuzeitlichen Gebäuden und modernen Firmen bietet London altehrwürdige Bauten und beeindruckende Kathedralen und Sehenswürdigkeiten.

Internationale Erreichbarkeit durch gute Fluganbindungen

Von vielen deutschen Flughäfen gibt es Direktverbindungen nach London. Die Flugzeit ist oft so kurz, dass man sagen kann, London ist nur einen Katzensprung entfernt. Wer also in England ein Praktikum durchziehen möchte, kann zwischendurch verhältnismäßig unproblematisch einen Abstecher nach Hause machen. Anders herum kannst du als Praktikant/ -in in England deine Familie für eine Sightseeing-Tour anreisen lassen. Das ist einfacher realisierbar und erschwinglicher, als lange und teure Flüge in die USA oder nach Neuseeland zu arrangieren. Ob du in London den turbulenten Mix aus allen erdenklichen Kulturen bevorzugst oder lieber ein traditionelles kleineres Städtchen für dein Praktikum wählst: England hat viel Abwechslung zu bieten.

Die typisch englische Lebensart

Das eher bodenständige ländliche Leben in England verläuft gemächlich und gelassen. Generell sind die meisten Briten ernsthaft, gastfreundlich und aufgeschlossen. Sie sind teils durchweg neugierig. Obgleich das Leben in einigen englischen Landstrichen vom Standard her ein gutes Maß unter dem deutschen Lebensstandard liegt, sind die Einwohner lebenslustig und gut gelaunt. Verdrießlichkeit bekommen Gäste nur selten zu spüren.

Außer London haben noch andere Städte berühmte Attraktionen aufzuweisen. In der traditionsreichen Universitätsstadt Oxford steht beispielsweise die Bodleian Library, kurz The Bod. Sie ist eine der ältesten Bibliotheken Europas. Jedes im Vereinigten Königreich gedruckte Werk ist hier hinterlegt. Die Bibliothek beheimatet mehr als 175 Kilometer Regale. Ihre bezaubernde Architektur kennst du vielleicht aus dem Kino oder Fernsehen; das Bauwerk ist unter anderem in den Harry Potter Verfilmungen zu sehen.

Surfen vor Englands Küsten – im Sommer sehr beliebt

Wenn du im Sommer ein Praktikum in England machst, kannst du an einem der schönen Sand- oder Kiesstrände der Küstenregion relaxen und schwimmen. Windsurfen und Surfen ist bei jungen und junggebliebenen Engländern eine beliebte Sportart. Sie nutzen die Wellen bei fast jedem Wetter. Eingepackt in einen trockenen Wetsuit kann man schließlich selbst bei Regen surfen. Newquay in Cornwall gilt als Paradies für Surfer. In der Stadt gibt es gleich mehrere Strandabschnitte, die gut zu Fuß erreichbar sind. Im Zentrum des Ortes können Sportler nach Herzenslust Accessoires und Ausrüstungsgegenstände shoppen. Das Angebot könnte bunter und facettenreicher nicht sein.

Günstige Gastronomie allerorts

Gut und günstig essen kannst du in fast jedem englischen Pub. Die urigen Kneipen sind eine hervorragende Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und Leute kennen zu lernen. Sowohl in Städten als auch ruhigeren Dörfern wissen die Wirte um den neuesten Klatsch und Tratsch. Sie geben in der Regel gerne und ausschweifend Auskunft über Dinge, die du in der näheren Umgebung erleben kannst und Zusammenhänge, die du ihrer Ansicht nach wissen solltest.

Wer gut zu Fuß ist, erkundet weite Teile Englands auf herrlichen Wanderungen. Es gibt unzählige kleine Trampelpfade, die als „Public Footpath“ markiert sind und querfeldein durch bildschöne Landschaften führen. Rund um den südwestlichen Zipfel Englands ist der „Coastal Path“ eine Empfehlung. Spektakuläre Klippen und abgeschiedene, feinsandige Buchten machen den Rundweg zu einem unvergesslichen Abenteuer.

Praktikumssuche in England – das solltest du bedenken

England ist schon für Schüleraustauschaktionen und Sprachreisen sehr gefragt. Es ist zudem bestens geeignet, um ein englischsprachiges Praktikum durchzuführen. Durch das Leben und Zusammenarbeiten mit Muttersprachlern verbesserst du ohne viel Mühe deine Englischkenntnisse. Des Weiteren kannst du in den verschiedensten Branchen berufliche Erfahrungen sammeln oder bereits vorhandene Qualifikationen vertiefen.

Begehrte Zielorte mit etlichen lokal ansässigen Unternehmen sind London, Manchester, Oxford, Brighton oder Sheffield. Du findest eine ganze Palette an Praktikumsbereichen, aus denen du zunächst einen oder zwei Favoriten auswählen solltest. Erst wenn du weißt, was du genau machen möchtest, kannst du einen konkreten Praktikumsplatz suchen. Denkbare Fachbereiche sind zum Beispiel:

  • Marketing und Werbung
  • Finanzen und Buchhaltung
  • Gastronomie und Eventmanagement
  • Architektur und Immobilienwesen
  • Grafik- oder Webdesign
  • IT und Programmierung
  • Naturwissenschaften
  • Gesundheitswesen
  • Landwirtschaft und Tierhaltung
  • Politik
  • Handwerk
  • Rechtswissenschaften/Jura

Vielleicht besteht deine Absicht darin, etwas auszuprobieren, was mit deiner späteren Karriere überhaupt nicht direkt in Verbindung steht. Wohltätige Einrichtungen suchen beispielsweise häufig zeitweise Helfer. Auf der anderen Seite kann ein Auslandspraktikum in England eine aktive Vorbereitung auf ein anschließendes Studium in Deutschland sein.

Onlinesuche nach Praktikumsplätzen ein MUSS

Die Suche nach einem vernünftigen Praktikumsplatz erleichtern dir deutsche und internationale Internetportale. Außerdem bieten Jobbörsen und Agenturen teils bezahlte, befristete Stellen an. Wenn du auf eigene Faust ein Unternehmen findest, bei dem du gerne arbeiten möchtest, solltest du unbürokratisch und direkt mit diesem in Kontakt treten und dich bewerben. Viele Firmen schätzen Eigeninitiative. Womöglich kennst du eine deutsche Gesellschaft, die eine Niederlassung in England hat. In diesem Fall kannst du entweder in Deutschland erfragen, ob Auslandspraktikanten eingestellt werden oder dich wiederum direkt an die englische Tochtergesellschaft wenden.

Mit Ausdauer ans Ziel

Wirf nicht die Flinte ins Korn, wenn es dir nicht umgehend gelingt, einen Praktikumsplatz zu ergattern. Im Zweifelsfall helfen spezielle Agenturen bei der Vermittlung eines Praktikums. Dafür verlangen die Anbieter freilich ein gewisses Honorar. Dennoch ist diese Option für manche von großem Vorteil: Agenturen vermitteln nämlich nicht nur eine passende Stelle, sondern kümmern sich bei Bedarf um deinen kompletten Auslandsaufenthalt. Du kannst über eine Vermittlungsagentur von der Anreise über die Unterkunft bis hin zur Betreuung am Arbeitsplatz alles organisieren lassen. Je mehr Leistung du in Anspruch nimmst, desto höher fällt die entsprechende Gebühr aus. Du kannst anfallende Kosten niedrig halten, indem du dich um manche Teile deiner Auslandsreise selbst bemühst. Für jedwede Onlinebuchung ist wichtig, dass der Anbieter seriöse Geschäfte anbietet. Achte darauf, dass du im Internet nur buchst und bezahlst, was du wirklich brauchst.

Bewerbung für ein Praktikum in einer englischen Firma

Ein zusätzlicher Vorteil für ein Auslandspraktikum in England ist, dass du es kurzfristig aufnehmen kannst. Die Anreise ist von überschaubarer Fahrtzeit und ein Praktikum ist nicht an eine bestimmte Saison gebunden. Es gibt Firmen, bei denen du zu jeder Zeit nach Absprache anfangen kannst. Die größere Herausforderung bei einer Reise binnen kurzem besteht darin, eine zweckdienliche und kompatible Unterkunft zu finden. Für die ersten Nächte sollte ein Hotel oder Gasthaus kein Problem sein. Wenn du jedoch ein halbes Jahr in England verweilen möchtest, brauchst du eine bezahlbare Alternative. Manche Firmen sind hilfsbereit und stellen dir Adressen und Kontakte oder Empfehlungen zur Verfügung.

Beruhigender ist es, wenn du nach einer ausführlichen und abgeschlossenen Vorbereitungszeit erst abreist. Je nachdem wie deine Schul- oder Studienzeit endet und du ein Praktikum anhängen oder einschieben möchtest, solltest du etwa ein Viertel- oder Halbjahr vorher alles Organisatorische geklärt haben.

Je früher du eine Zusage vom Arbeitgeber vorliegen hast, desto mehr Zeit bleibt dir, eine preisgünstige Reise und Unterbringungsmöglichkeit zu finden. Fortschrittliche und internationale Firmen arbeiten heutzutage mit E-Mails. Deine vollständige Bewerbung, die du per Mail an eine gültige Adresse senden solltest, inkludiert

  • ein Bewerbungsanschreiben,
  • deinen Lebenslauf,
  • Schulabschluss/Studienabschluss,
  • Nachweis über englische Sprachkenntnisse,
  • Beleg über vorhandene Vorerfahrung/Sachkenntnisse,
  • Referenzen.

Für Stellen im öffentlichen oder sozialen Bereich sollten deutsche Bewerber obendrein ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Da der Zeitunterschied nach England nur eine Stunde ausmacht, kannst du im Bedarfsfall mit dem Arbeitgeber persönlich telefonieren. Das vereinfacht und beschleunigt manchen Vorgang.

Ist es notwendig, ein Visum zu beantragen?

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach England kein Visum. Solltest du eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, erkundigst du dich am besten bei deinem Konsulat oder dem Auswärtigen Amt, welche Richtlinien im Einzelfall für dich zutreffen.

Als Bürger Deutschlands benötigst du für ein Praktikum in England eines der nachstehenden Ausweispapiere, um deine Identität zu belegen:

  • Reisepass beziehungsweise vorläufiger Reisepass oder
  • Personalausweis respektive vorläufiger Personalausweise

Das jeweilige Reisedokument muss mindestens bis zum Ende deines Aufenthaltes im Ausland gültig sein. Aufgrund der internationalen Terrorgefahr bestehen in England unterschiedliche Einstufungen einer möglichen Bedrohung. Es kann daher bei der Einreise mit Ausweisen ohne Foto zu Schwierigkeiten kommen.

Als deutscher Landsmann brauchst du auch bei einem längerfristigen Aufenthalt derzeit keine Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis für Großbritannien. Anders verhält sich diese Regelung bei Schweizern und anderen Staatsbürgern, die bei einer Verweildauer von mehr als drei Monaten in England sowie der Ausübung einer bezahlten Beschäftigung eine Arbeitserlaubnis benötigen. Da die britische Bevölkerung erst kürzlich per Volksentscheid den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union entschieden hat, sind langfristige Änderungen der bestehenden Einreisebestimmungen denkbar. Falls du unsicher bist, kontrolliere beim Auswärtigen Amt die gegenwärtigen Vorgaben.

Auslandskrankenversicherungen für den Auslandsaufenthalt in England

Genauso wie zuhause können dir im Ausland unvorhersehbare Ereignisse zustoßen, die den planmäßigen Alltag völlig aus der Bahn werfen. Niemand ist vor Unfällen oder plötzlichen Krankheiten gefeit.

Grundlegendes zum englischen Gesundheitssystem

In England funktioniert das Gesundheitssystem nicht so geschmeidig wie in Deutschland. Die medizinische Versorgung ist zumindest in ländlichen Regionen nicht vergleichbar mit der hiesigen. Zahnärzte gibt es fast nur in größeren Städten. Das staatliche Gesundheitswesen in England heißt National Health Service, kurz NHS. Einwohner Englands können die kostenlosen medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen. In Notfällen steht der Service ebenso Touristen und Gästen zur Verfügung. Manche staatlichen Krankenhäuser akzeptieren deutsche Versicherungskarten von gesetzlichen Krankenkassen. In England gibt es jedoch viele private Krankenhäuser und Ärzte.

Wenn du eine schnelle medizinische Versorgung brauchst, landest du unter Umständen in einer privaten Einrichtung. Die Behandlungskosten hier sind teuer und müssen häufig sogar vor Ort unverzüglich beglichen werden. Damit du das Risiko horrender Auslagen für eine ärztliche Maßnahme im Notfall vermeidest, solltest du eine auf dich zugeschnittene Auslands-Krankenversicherung abschließen.

Bei Mawista passend versichert

Für Studenten und Praktikanten, die eine bestimmte Zeit im Ausland verbringen, hat Versicherungsspezialist Mawista pragmatische Angebote. Selbst wenn England nicht so weit von deiner Heimat entfernt ist wie Kanada, solltest du eine Krankenversicherung abschließen, die einen Rücktransport mit versichert. Auf diese Weise kann eine medizinische Weiterversorgung zu Hause erfolgen, ohne dass du dafür zusätzliche Reisekosten zahlen musst.

Während eines Auslandspraktikums unternimmst du natürlich in der Freizeit tolle Dinge. Wenn du eine bestimmte Sportart in England erlernen oder ausüben möchtest, solltest du eine Auslandsunfallversicherung in Betracht ziehen. Schließlich ist nicht nur eine Erkrankung ärgerlich. Ein gebrochenes Bein oder ein verstauchtes Schultergelenk durch Sport können dein Praktikum jäh beenden.

Bleibst du länger, etwa für sechs Monate, im Ausland, ist ebenso eine Gepäckversicherung sinnvoll. Falls dir auf dem Hinweg der Koffer verloren geht oder beschädigt wird, kannst du dir sofort einige Sachen nachkaufen und die Versicherung ersetzt den Schaden. Für einen längerfristigen Aufenthalt in England hast du immerhin mehr Anziehsachen im Gepäck, als für einen vierzehntätigen Badeurlaub. Preiswerte Tarife für einen umfassenden Versicherungsschutz findest du unter Krankenversicherung für Auslandspraktikum in England.

Mit welchen Kosten du rechnen solltest

Ein Praktikum ist nicht mit einer festen Anstellung zu vergleichen. In Deutschland zahlten Unternehmen bis 2015 oftmals nichts oder sehr variable Pauschalen oder Stundenlöhne an Praktikanten. Ab dem 01.01.2015 gilt in deutschen Firmen selbst für Praktikanten der Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Stunde. Ab dem 01.01.2017 beläuft sich der Mindestlohn in Deutschland auf 8,84 Euro brutto je Stunde. Die Zeit unentgeltlicher Praktika ist hier vorbei. In England existiert ein ähnliches System, das sich in einen nationalen Mindestlohn (National Minimum Wage) und einen Lebensstandard (National Living Wage) untergliedert. Davon gibt es jedoch unzählige Ausnahmen und die Zahlen ändern sich jährlich im April. Derzeit gelten folgende Mindestlöhne, die nach Alter gestaffelt sind:

Alter in Jahren25 und +21 bis 2418 bis 20unter 18Auszubildende
October 2016 (current rate)£7.20£6.95£5.55£4.00£3.40

Verdienstmöglichkeiten als Praktikant/-in in England

Im Moment hat ein britisches Pfund den Gegenwert von 1,19 Euro. Der Wechselkurs unterliegt selbstverständlich permanenten Schwankungen. Gemäß Tabelle verdient also ein zwanzigjähriger Arbeiter, der den Anspruch auf den Mindestlohn in England hat, 6,62 Euro pro Stunde. Praktikanten dürfen sich demnach nicht zu viele Hoffnungen machen, in England gut zu verdienen. Manchmal bezahlen Firmen nach wie vor kein Entgelt. Die Lebenshaltungskosten sind bei geringem oder keinem Verdienst dann auch noch teurer als in Deutschland.

Hohe Lebenshaltungskosten in beliebten Regionen

Einkäufe in großen englischen Supermarktketten oder auf kleinen Wochenmärkten sind nicht billig. Wenn du als Praktikant/-in in London leben möchtest, berücksichtige, dass die umtriebige Metropole zu den teuersten Städten der Erde zählt. Miete, Strom, Nahrungsmittel, Verkehrstickets – alles ist in London wesentlich kostspieliger als auf dem Lande. Selbst die ländlichen Regionen unterscheiden sich preislich zum Teil immens. Im Süden und Südwesten Englands, wo die im Sommer stark frequentierten, hübschen Seebäder liegen, ist der Lebensunterhalt kostenintensiver als in nördlichen Landstrichen, Richtung Schottland. Es ist daher schwierig, eine konkrete Aussage hinsichtlich der Kosten, die dich erwarten, zu treffen.

Kosten für Aufenthalt, Anreise und Extras – wer klug ist, sorgt vor

Die preiswerteste Unterbringungsmöglichkeit in England ist nach wie vor eine Gastfamilie. Ein Aufenthalt von einem halben Jahr inklusive Übernachtung und Frühstück im Raum Manchester liegt bei circa 4.300 Pfund. Hinzu kommen die An- und Abreise. Ein einzelner Flug von Düsseldorf nach Manchester kostet zwischen 30 und 130 Euro – wer früh bucht kann einiges sparen. Transfers und lokale Transportmittel, beispielsweise Busfahrkarten, kosten extra. Studenten-Travel-Cards schlagen mit etwa 1,50 Pfund pro Tag zu Buche. Vergleiche im Internet, ob sich die Anschaffung einer Halbjahres- oder Jahreskarte lohnt. Es sollte kein Problem sein, eine Traveller-Card schon im Voraus zu ordern, so hast du sie direkt bei der Ankunft griffbereit und kannst mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Ankunftsflughafen weiter reisen.

Taschengeld für Attraktionen und Aktivitäten ist natürlich ebenfalls wichtig. Wenn du schon einmal in England bist, möchtest du so viel erleben und sehen wie eben möglich. Der Umfang für deine Auslagen richtet sich nach deinen Vorlieben und Plänen. Ergatterst du ein Praktikum, das fair entlohnt wird, spielst du etwas Geld in deine Taschen zurück. Weil ein Englandaufenthalt generell kostenintensiv ist, solltest du dir über deine finanzielle Basis weit im Vorfeld Gedanken machen.

Finanzielle Unterstützung für ein Auslandspraktikum in England

Wenn du an dieser Stelle traurig bist, weil dein Auslandspraktikum in England unbezahlbar scheint, fasse umgehend neuen Mut: Finanzielle Förderungen für Auslandspraktika sind keine Seltenheit.

BAföG kannst du auch in England aus Deutschland beziehen

Vielversprechend sind unter anderem BAföG-Förderungen. Die Chancen auf eine Unterstützung sind dann recht groß, wenn du in Deutschland bereits BAföG beziehst. Dein Praktikum muss allerdings mindestens drei Monate lang andauern. Mit welchem Betrag du gefördert wirst, hängt von mehreren Kriterien ab und wird individuell berechnet.

DAAD – der Deutsche Akademische Austauschdienst bietet Fördermöglichkeiten

Eine Ausweichlösung ist der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD. Er offeriert diverse Förderungsmöglichkeiten. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf Dauer, Fachrichtung und Land. Niemand kann ausschließen, dass du die entscheidenden Bedingungen erfüllst, daher lohnt sich eine Überprüfung.

Mit einem Stipendium für finanzielle Absicherung sorgen

Als dritte Option kannst du selbst für ein Auslandspraktikum ein Stipendium erhalten. Es gibt Firmen, Stiftungen und Initiativen, die Stipendien ausschreiben. Bekannte Institutionen, die Auslandsaufenthalte fördern sind

  • die Fulbright Förderungsinitiative,
  • die Henkel Stiftung sowie.

Bevor der Traum von einem Praktikum in England wegen einer fehlenden Förderung platzt, kannst du einen Bildungskredit beantragen. Viele Banken unterbreiten dir ein entsprechendes Angebot. Der Kredit ist zeitlich befristet und wie ein normaler Kredit mit Zinsen versehen. Das besondere ist, dass du keine Bürgschaft für den Bildungskredit benötigst. Diese übernimmt der Bund. Daher ist ein solcher Kredit unabhängig von der Einkommenssituation deiner Eltern. Hast du also keinen Anspruch auf BAföG, ist der Bildungskredit vielleicht das richtige für dich. Der Kreditrahmen beläuft sich auf pauschal 300 Euro pro Monat. Die Laufzeit beträgt bis zu 24 Monate. Im Anschluss daran kannst du den Kredit innerhalb von vier Jahren zurückzahlen. Die Administration erfolgt unter anderem durch das Bundesverwaltungsamt.

Eine Unterkunft in England finden

Wie bereits unter der Rubrik „Kosten“ in diesem Artikel erwähnt, ist eine der erschwinglichsten Unterbringungsmöglichkeiten in England ein privates Zimmer in einer Gastfamilie. Die Vorzüge liegen auf der Hand: Es spart Geld und du hast sofort Berührung mit Einheimischen. Die Gastfamilie gibt dir hilfreiche Tipps und versorgt dich nach Absprache und Verfügbarkeit mit Frühstück oder sogar Halbpension. Dein englisches Leben beginnt quasi sofort.

Bei längerem Aufenthalt in eine WG ziehen

Wenn du jedoch länger als drei Monate in England bleiben möchtest, kann ein einzelnes Zimmer im Haus auf Dauer zu klein sein. Dann macht eine eigene kleine Wohnung mehr Sinn. Hier versorgst du dich komplett selbst und hast die entsprechenden Auslagen dafür persönlich im Griff. Eine Wohnung kostet mehr als nur ein Zimmer. Gerade in Ballungsräumen wie in London ist es daher üblich, dass sich mehrere Praktikanten und Studenten eine kleine Wohnung teilen. In einer Studentenstadt kannst du darüber hinaus versuchen, eine Unterkunft in einem Wohnheim zu bekommen. Die sind mehrheitlich bezahlbar und du hast direkten Umgang mit anderen jungen Menschen, die ebenfalls zum Studieren oder für ein Praktikum in England sind.

Übergangsweise im Hostel oder B & B absteigen

Für eine kurze Übergangszeit zu Beginn oder gegen Ende deines Aufenthaltes kannst du in ein Hostel, Bed & Breakfast oder Hotel ausweichen. Einen richtigen Glücksgriff landest du, wenn dir dein Arbeitgeber in England eine Wohnung stellt oder eine passende Bleibe vermittelt. Manche Unternehmen berechnen dann nur eine kleine Summe, die die Preise am öffentlichen Wohnungsmarkt deutlich unterschreitet.

Verträge über Wohnraum sorgfältig prüfen

Bevor du in eine Wohnung oder ein Zimmer einziehst, wird ein Mietvertrag fällig. Prüfe die wesentlichen Vertragsinhalte genau, bevor du einen Vertrag unterzeichnest. Von Bedeutung ist sicherlich, ob die Wohnung möbliert ist und ob es sich um eine Wohngemeinschaft oder eine alleinige Nutzung handelt. Lass dir schriftlich bescheinigen, welche weiteren Nebenkosten für Heizung, Strom, Wasser und Internet regelmäßig anfallen. Üblich ist daneben, dass Mieter eine Kaution hinterlegen müssen. Erfrage, wie hoch die Kaution ist und ob gar ein Bürge mit Wohnsitz in England erforderlich ist. Einige Vermieter befürchten eine Zahlungsunfähigkeit ihrer Mieter und wollen sich dagegen absichern. In manchen Situationen kann ein Bürge aus deinem Heimatland einspringen. Beachte, dass du einen Mietvertrag im Ausland rechtzeitig vor dem Ende deines Praktikums fristgerecht kündigst.

Kulturelle und gesellschaftliche Eigenheiten in England

In England spielt sich bis heute ein bedeutender Teil des gesellschaftlichen Lebens in düsteren Pubs ab. Das Bier ist hier fortwährend billiger als im Super- oder Getränkemarkt. Viele Briten fühlen sich noch immer als Insulaner und weniger als Europäer.

  • In England ist der Besuch eines Fußballspiels horrend teuer.
  • Auf Cricket-Plätzen und Bowling Fields hingegen tummeln sich alte wie junge Einwohner.
  • Wenn du in abseits gelegenen Regionen mit einem Bus fahren möchtest, musst du diesen selbst an einer offiziellen Haltestelle mit ausgestrecktem Arm anhalten. Sonst fährt er schnurstracks an dir vorüber.
  • Der Linksverkehr ist insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig – schaue zuerst nach rechts, bevor du eine Straße überquerst.
  • Viele Steckdosen in England, für die du im Übrigen einen Adapter brauchst, sind mit einem eigenen Ein-/Ausschalter versehen. Wenn dein eingestöpseltes Gerät nicht sofort funktioniert, lege erst einmal den Schalter an der Steckdose um, das ist fast immer die Lösung.
  • Engländer gehen gerne in Theater und Musicals, sie machen vorzugsweise Urlaub im eigenen Land und essen unterwegs Fish and Chips aus Papier- oder Styroporverpackungen.
  • Auf hochwertige Kleidung und aktuelle Mode legen nur die Stadtmenschen Englands wert. Auf dem Land spielt das, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle. Ein wahrer Engländer erklimmt ungeachtet von Temperatur und Witterung den Coastal Path in Flip Flops. Du brauchst dir also um dein Outfit keine großen Sorgen machen. Eine funktionale Garderobe, in der du dich wohlfühlst, eignet sich für alle Gelegenheiten

Dinge, die unbedingt in deinen Koffer gehören und mit nach England müssen

Neben dem Adapter und etwas Bargeld in britischen Pfund sowie einer praktischen Freizeitkleidung solltest du folgendes in deinen Koffer packen:<

  • Handy
  • Laptop
  • Kamera
  • Reiseunterlagen inklusive
    – Personalausweis
    – internationaler Führerschein
    – internationaler Studentenausweis
    – Adressliste/Kontaktdaten
    – Flugtickets
    – Traveller Card
    – Krankenversicherung
    – Bankkarte
    – internationale Telefonkarte/Surfstick
  • Sportbekleidung
  • angemessene Kleidung für die praktische Arbeit in der Firma
  • bei Bedarf: Medikamente

In Abhängigkeit von deinen Arbeitszeiten kannst du nach Feierabend in England einiges erleben. Besuche Jahrmärkte und historische Schlossruinen. Spaziere durch wunderschöne blühende Parkanlagen oder schlendere durch enge Kopfsteinpflastergassen in winzigen Fischerdörfern. Zelebriere eine britische Tee-Zeit mit Gebäck und bestaune dramatische Kliffs und Felsen.

Und vergiss nicht: Nirgendwo lässt es sich so zivilisiert Schlange stehen wie in England! Viel Spaß und Erfolg bei deinem Praktikum!

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