Tricks gegen Taschendiebe – So überlisten Sie die Ganoven

Tricks gegen Taschendiebe – So überlisten Sie die Ganoven

Es ist ärgerlich, stressig und kann einem den Urlaub ganz schön verderben. Bestohlen werden im Urlaub ist jedoch leider keine Seltenheit. Manche erwischt es besonders schlimm, wenn das ganze Hotelzimmer oder die Ferienwohnung leergeräumt wurde, anderen wird im Getümmel ihr Geldbeutel oder die Handtasche geklaut.

Mit ein paar Tricks und Vorsichtsmaßnahmen kann man sich jedoch ganz gut schützen und so ein wenig entspannter auf Reisen gehen.

Um sich gegen Taschendiebe zu schützen hilft es viel, sich über deren Vorgehensweisen und Taktiken zu informieren. Wer die Tricks kennt, kann sie erkennen bevor es zu spät ist.

Regel Nummer 1: Taschendiebe lieben Menschenmengen – Im Getümmel können sie sich unauffällig nähern und ihre Opfer berühren, ohne dass es gleich auffällt. Die Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit der Langfinger ist dabei  besonders erstaunlich. Ohne dass wir es merken haben sie Geldbeutel, Handy oder anderes aus unserer Hosentasche gezogen und sind völlig unerkannt in der Menge verschwunden.

Wer jedoch nicht darauf verzichten möchte einen Straßenbummel zu machen oder touristische Sehenswürdigkeiten zu besuchen, kommt um Menschenmengen nicht herum. Mit ein paar kleinen Vorkehrungen kann man den Dieben jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Tragen Sie Geldbeutel und andere Wertsachen besser unter dem Oberteil versteckt. Offene Taschen und Hosentaschen sind das beliebteste Ziel der Langfinger. Unter dem Hemd versteckt sind die Besitztümer jedoch sicher. Eine Bauchtasche wird weniger schnell entrissen als eine normale Handtasche und im Bauchgurt lassen sich Geld und Bankkarten gut unter der Kleidung verbergen und eng am Körper tragen. Wer dies nicht möchte kann besonders wertvolle Dinge wie Kreditkarten oder ähnliches auch im Hotel zurücklassen und in den Safe sperren. Nur das nötige Bargeld für den Tag mitnehmen, dann ist der Ärger nicht ganz so groß wenn man bestohlen werden sollte.

Regel Nummer 2: Nicht jeder harmlos aussehende Mensch ist dies auch – Taschendiebe kann man nicht an ihrer Berufskleidung erkennen, das wäre auch zu schön. Die Langfinger bemühen sich, so normal wie möglich auszusehen. Straßenverkäufer, Touristen, verliebte Pärchen, all das kann Verkleidung für die Diebe sein. Sie zu erkennen ist daher besonders schwierig und natürlich möchte man im Urlaub auch nicht jeden Menschen misstrauisch beäugen und im Gespräch ständig nach seinen Wertsachen greifen. Das hinterlässt bei den Einheimischen sicher keinen guten Eindruck. Wie unterscheidet man also Dieb von normalem Passanten? Gut ist es natürlich, auf seltsames oder ungewöhnliches Verhalten zu achten. Lange Mäntel im Sommer können einen etwa stutzen lassen, dient der Mantel vielleicht dazu, etwas zu verbergen? Ein weiterer Trick, der vor allem von Diebespärchen angewandt wird ist der, nach dem Weg zu fragen. Einer hantiert mit der Karte vor dem Opfer herum und versucht etwas zu erklären, während der andere unter der Karte in die Hosentasche greift. Bei besonders aufdringlichen Fragestellern also etwas Vorsicht walten lassen. Wer im Urlaub seine Wertsachen immer geschützt und versteckt bei sich trägt und die Augen etwas offen hält gegenüber Ungewöhnlichem kann einen entscheidenden Vorteil haben.

Regel Nummer 3: Doppelt hält besser – Manche der Langfinger besitzen ganz  besonders dreiste Methoden. Zum Beispiel geben sie sich als Straßenhändler oder Rosenverkäufer aus und wollen den Touristen ihre Ware zum Verkauf andrehen. Dabei folgen sie einem und bedrängen das Opfer regelrecht. Abgelenkt von den Angeboten und damit beschäftigt den Verkäufer abzuwimmeln achtet man nicht darauf, was der Dieb einem gerade entwendet. Dies kann sogar so weit gehen, dass man ehrlich etwas kauft und den Langfinger damit das Geldbeutelversteck verrät, dieser kann sich danach dann gleich noch einmal bedienen. Besser ist es also, etwas Bargeld in einer anderen Tasche am Körper zu verwahren und damit bei solchen Händlern zu zahlen, anstatt den prall gefüllten Geldbeutel zu ziehen.

Um noch mehr über die Tricks und Taktiken der Taschendiebe und Urlaubsganoven zu erfahren haben zwei amerikanische Weltenbummler sich die Machenschaften an Touristenorten ganz genau angeschaut und viele interessante Dinge herausgefunden. Ihre Erfahrungen und Empfehlungen posten sie regelmäßig in ihren Blog.

Wichtig ist auch zu wissen, was man tun kann wenn doch einmal einer der Diebe zugeschlagen hat und wichtige Dokumente sowie Kreditkarten gestohlen wurden. Als allererstes sollte man gestohlene Kreditkarten sperren lassen. Die Diebe verwenden diese oft als erstes, um zu bezahlen. So kann schnell ein ganzer Haufen Geld verloren gehen, wenn man nicht schnell genug handelt. Jedes Kreditkarteninstitut hat für solche Fälle eine Notfallnummer, die sie sich an mehreren Orten deponieren sollten, um sie im Notfall gleich parat zu haben.

Besonders ärgerlich ist es auch, wenn Ausweise und Reisepass abhandenkommen. Für die Rückreise nach Deutschland sind diese Dokumente unabdingbar und der Gang auf die Botschaft im Urlaubsland kann einen viele Nerven kosten. Gut ist es, diese Dokumente zu kopieren und eine Kopie mitzuführen. Eine andere Möglichkeit ist, sie einzuscannen und sich selbst per Mail zu schicken. So können Sie von überall darauf zugreifen und sie ausdrucken. Damit haben Sie zumindest etwas, was Sie auf der Botschaft oder an der Grenze vorzeigen können.

In den meisten großen Touristenstädten ist das Problem mit den Taschendieben bei den Behörden nur allzu gut bekannt. Auch wenn die Polizei hinterher vielleicht nicht mehr viel machen kann, da kaum jemand den Dieb sieht, der ihn beklaut und auch wenn es unwahrscheinlich ist Dinge zurückzubekommen, sollte man auf jeden Fall eine Meldung bei der Polizei machen. Jeder kleine Hinweis kann wichtig sein und die Ordnungshüter versuchen immer stärker, diesem Problem entgegen zu wirken. In manchen Städten wie zum Beispiel Madrid oder Barcelona gibt es sogar spezielles Personal, an welches man sich nach einem Diebstahl wenden kann. Diese Personen helfen einem mit den nötigen Formalitäten umzugehen und geben Tipps, wie es in der jeweiligen Situation weitergehen kann.

Wer schon vor dem Urlaub weiß, dass er in touristische und volle Gebiete kommen wird und auf den Städtetrip nicht verzichten möchte, kann sich also schon im Voraus Gedanken machen und die nötigen Vorkehrungen treffen. Wer die Gefahr kennt, kann seine Umgebung aufmerksam beobachten und so der Gefahr entgehen. Damit der Urlaub auch schön in Erinnerung bleibt und nicht von düsteren Vorfällen überschattet wird. Ein paar Tricks genügen, um die Langfinger zu enttäuschen und selbst alles genießen zu können.

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