Auswandern nach USA: Leben und Arbeiten in USA

Auswandern nach USA: Leben und Arbeiten in USA

Amerika gilt für unzählige Menschen bis heute als „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Hast du selbst schon mal mit dem Gedanken gespielt, den amerikanischen Traum zu leben? Ein Hauch von Freiheitsdrang und Fernweh schwingt stets mit, wenn Menschen darüber nachdenken, ein Leben in Amerika zu verwirklichen. Vielen Auswanderern ist es gelungen, ihre Wunschvorstellungen in den fernen USA zu erfüllen. Andere sind schwer ernüchtert, wenn sie sich jenseits des Atlantiks bald im Trott eines tristen Alltages wiederfinden. Trotzdem wandern jedes Jahr tausende Menschen nach Amerika aus.

Warum in die USA auswandern?

Die USA sind nicht nur für deutsche Bürger ein populäres Einwanderungsziel. Seit Jahrzehnten rangiert Amerika unter den Top Ten der weltweit beliebtesten Einwanderungsländer. Wenn du aufrichtig in Erwägung ziehst, dein Leben in Amerika zu bestreiten, solltest du dich mit detailliertem Fachwissen auseinander setzen. Wenn du in ein fremdes Land umziehen möchtest, reichen herkömmliche Urlaubserfahrungen nicht aus. Gerade im Urlaub sammeln die meisten Menschen vergleichsweise positive Eindrücke. Sie genießen ihre Freizeit, haben etwas Geld zur Verfügung und gehen mit ungewohnten Situationen häufig sehr gelassen um. Ganz anders verhält sich die Lage, wenn beispielsweise das Geld für die nächste Übernachtung oder Mahlzeit erst einmal verdient werden muss. Das kann zu einer wahren und stressigen Herausforderung werden. Obgleich eine Auswanderung immer mit einigen Risiken verbunden ist, kann am Ende ein glückliches und erfülltes Leben in einem der schönsten Länder der Erde winken.

Die Vereinigten Staaten sind Schmelztiegel vieler Kulturen

Amerika hat für Einwanderer viel zu bieten. Da Menschen aus einer großen Anzahl von Ländern jedes Jahr zuwandern, sind die Vereinigten Staaten von Amerika eines der multikulturellsten Länder überhaupt. Die einzelnen amerikanischen Bundesstaaten verfügen über eine ethnische Vielfalt, die ihresgleichen sucht. In vielen Staaten sprechen die Menschen Englisch als faktische Amtssprache. Englisch ist jedoch nur in 31 von 50 Bundesstaaten die offizielle gesetzliche Amtssprache. In Miami und im Südwesten der USA ist die spanische Sprache extrem verbreitet.

Vielfältige Möglichkeiten für ein Leben in den USA

Als Einwanderer musst du überlegen, in welchem der 50 Bundesstaaten oder Inselterritorien du dich überhaupt niederlassen möchtest. Das ist schon mal keine leichte Wahl. Amerika ist geprägt von einer enormen klimatischen und geografischen Diversität. Die Tier- und Pflanzenwelten unterscheiden sich immens. Insgesamt sind die USA nach Russland und Kanada der drittgrößte Staat der Erde. Die Gesamtfläche umspannt etwa 9,83 Millionen (!) Quadratkilometer. Hier den richtigen Platz zu finden, ist eine harte Nuss. Die Bevölkerungszahlen von Amerika liegen nach China und Indien ebenfalls auf dem dritten Platz. Gemessen an der Einwohnerzahl ist New York die größte Stadt. Bekannte und bedeutende Metropolen sind darüber hinaus

  • Atlanta,
  • Boston,
  • Chicago,
  • Dallas,
  • Houston,
  • Los Angeles,
  • Miami,
  • Philadelphia,
  • San Francisco und
  • Washington.

Für die Entscheidungsfindung, welcher Zielort in Amerika der passende ist, hilft nur die vorab Erkundung des Landes als Tourist. Je häufiger du einen bestimmten Landstrich besucht hast – besonders auch zu verschiedenen Jahreszeiten – desto eher kannst du sicher sein, dass du hier permanent leben möchtest. Wo es im Sommer warm und trocken ist, kann es im Winter bitterkalt und hoch verschneit sein. Versuche daher, so oft wie nur möglich, dein Wunschziel im Vorfeld aufzusuchen.

Beliebte Regionen und Orte für Einwanderer

Bei Urlaubern und Einwanderern ist die Westküste von Amerika gleichermaßen beliebt. Die bildschönen Küstenabschnitte Kaliforniens locken ebenso wie die faszinierenden Nationalparks in Arizona oder Utah. Spaß und Entertainment findest du nirgendwo so ausgeprägt wie in Las Vegas. Im Westen der USA erwartet dich ein großartiger Mix unterschiedlichster Landstriche und Regionen. Etliche Urlauber möchten in ihrer begrenzten freien Zeit so viel von der Küste sehen und erleben wie irgend möglich. Das heißt, sie machen in der Praxis oftmals eine Rundreise, einen Roadtrip. Auf diese Weise gewinnen die Reisenden zwar unheimlich viele Eindrücke, sie bekommen aber keine Vorstellung vom wahren alltäglichen Leben an einem bestimmten Ort.

Falls du an der Westküste zum Beispiel von Santa Barbara begeistert bist, solltest du versuchen, für eine Weile ein Work and Travel-Programm dort zu absolvieren. Das ist in der Regel in allen anderen Städten genauso denkbar. So kannst du hautnah den Unterschied erleben, wie sich ein Urlaub von einem Arbeitsalltag unterscheidet. Vielleicht liegt dir eine andere, beschaulichere Region langfristig doch mehr als eine quirlige, touristisch voll erschlossene Gegend.

Ganz andere Impressionen gewinnst du bei Ausflügen an die Ostküste von Amerika. Hier warten die sehenswerten und pulsierenden Metropolen New York, Boston, Washington und Philadelphia. Die pittoreske Landschaft um Neuengland versprüht einen ganz eigenen Charme, der den Flair von Europa in seiner Weite und Größe jedoch imposant übertrifft. Auch im Osten der USA gibt es herrliche Wanderwege in Nationalparks und traumhafte Sandstrände. Miami ist dank seines milden Klimas besonders bei Senioren geschätzt, die hier auf Dauer sesshaft werden möchten.

Im mittleren Süden von Amerika liegt der attraktive Bundesstaat Texas. Nach Alaska ist Texas der zweitgrößte Staat der Vereinigten Staaten. Im Süden grenzt Texas an Mexiko an. Allein in Texas herrschen drei verschiedene Klimazonen. Das flache Gebiet von der Küste aus eignet sich für den Anbau von Reis, Zuckerrohr und Baumwolle. Prärien nehmen den größten Teil vom Nordosten von Texas ein. Das hügelige Land sieht wellenförmig aus und verkörpert immer noch die ideale Vorstellung vom unbegrenzten wilden Westen. Der Norden von Texas ist äußerst fruchtbar. Hier wird viel Viehzucht betrieben. Bedeutende Flüsse wie der Colorado River und der Rio Grande verlaufen durch den Staat Texas. Die beachtenswerten texanischen Städte

  • Dallas
  • Houston
  • Albuquerque
  • Santa Fe und
  • El Paso

versprechen interessante Sehenswürdigkeiten und Hintergründe. Aus diesem kurzen Überblick wird deutlich, dass du es unter Umständen nicht ganz einfach hast, deinen Zielort für eine Auswanderung nach Amerika zu bestimmen. Das Land ist so facettenreich und vielseitig, dass es nicht verwundert, dass jedes Jahr etliche Menschen zum Leben hierher ziehen. Dein konkretes Ziel sollte unumstößlich definiert sein, bevor du dich an die Arbeit für weitere Vorbereitungen machst.

Welche Voraussetzungen müssen Einwanderer nach Amerika erfüllen?

Direkte Flugverbindungen bringen dich innerhalb weniger Stunden über den großen Teich in das Land der Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten. Leider ist es nicht ganz unkompliziert, einen längeren Aufenthalt in den USA zu realisieren. Die Einreise als Tourist ist relativ unproblematisch und wird maximal durch detaillierte Sicherheitsuntersuchungen und Passkontrollen in die Länge gezogen. Möchtest du hingegen in den USA arbeiten und für einen längeren Zeitraum als 90 Tage verweilen, benötigst du ein unbegrenztes Visum, ebenfalls Greencard genannt.

Bedingungen für die Einreise

Um erst einmal kurzfristig nach Amerika zu reisen und Land und Leute zu erkunden, brauchst du die Angabe einer Unterkunft und ein gültiges Rückflugticket, das nicht in Kanada, der Karibik oder Mexiko endet. Mithilfe dieser Unterlagen stellen die Behörden sicher, dass sie dich irgendwo erreichen können und du das Land binnen der vorgeschriebenen 90 Tage wieder verlässt.

Willst du als Auswanderer in die USA gelangen, brauchst du ein zeitlich unbegrenzt gültiges Visum. Um ein solches zu ergattern, musst du weitere Voraussetzungen erfüllen. Alle nachstehend aufgeführten Einreisenden benötigen ein Visum für Amerika:

  • Jeder, der im Land eine Tätigkeit ausüben will, sei es unentgeltlich oder bezahlt, einschließlich Au-Pairs und Praktikanten.
  • Jeder, der länger als 90 Tage in den USA verbleiben möchte.
  • Alle, die in Amerika eine Schule oder Hochschule besuchen wollen.
  • Jeder, dem bereits einmal die Einreise verweigert wurde oder der zuvor schon einmal des Landes verwiesen wurde.
  • Alle, bei denen ein Bedenken für eine Einreise besteht wie
    – drogensüchtige oder
    – kranke Personen (insbesondere mit ansteckenden Krankheiten).

Visum und Arbeitserlaubnis

Eine Jobzusage beziehungsweise ein vorliegender Arbeitsvertrag kann für die Zuteilung eines unbegrenzten Visums vorteilhaft sein. Die besten Berufschancen bestehen für spezialisierte Fachkräfte und Akademiker. Der positive Entscheid für eine Greencard ist jedoch beschränkt – die Anzahl der Visa, die die USA ausstellt, ist pro Jahr begrenzt. Eine Arbeitsstelle ist somit nicht automatisch eine Garantie für eine Greencard. Ungeachtet dessen existieren mehrere Kategorien von Aufenthaltserlaubnissen für Amerika. Vielversprechende Aussichten haben Personen, die mindestens unter eine der aufgelisteten Rubriken fallen:

  • Hoch- oder besonders qualifizierter Berufsabschluss,
  • Studienabschluss/akademischer Grad,
  • Mitarbeiter von Glaubensgemeinschaften oder Kirchen,
  • Unternehmer und Investoren, die ein Kapital von rund 50.000 US Dollar vorweisen und etwa zehn neue Arbeitsplätze in einem innovativen Wirtschaftsbereich schaffen.

Wer strebsam, selbstbewusst und zielorientiert vorgeht, schafft es meist, eine Bewilligung für die Einwanderung zu erhalten. Durchsetzungsvermögen ist für erfolgreiches Auswandern wichtig. Wenn du konzentriert dein Ziel verfolgst, bieten sich bei außergewöhnlichen beruflichen Fähigkeiten und Qualifikationen vielseitigere Chancen als anderswo auf der Erde. Selbst wenn die soziale Absicherung und Versorgung in den USA wesentlich schlechter ist als in Deutschland, sind die verheißungsvollen Perspektiven für viele Menschen ein triftiger Grund, dauerhaft auszuwandern.

Eine alternative Möglichkeit, in den Besitz einer Greencard zu kommen, ist die Teilnahme an einer Verlosung. Online findest du einige Anbieter, die das von den USA jährlich zur Verfügung gestellte Kontingent an Greencards ähnlich wie eine Lotterie verlosen. Mit ein bisschen Glück kannst du auf diese Weise das dauerhafte USA-Visum ergattern.

Unterkunft und Arbeit finden

So mannigfaltig sich die unterschiedlichen Staaten der USA präsentieren, so breit ist die Palette von verfügbaren Unterkünften. Ein typisch amerikanisches Haus, das als Bild in den Köpfen etlicher Menschen verankert ist, sieht in etwa wie folgt aus:

  • freistehendes Heim
  • Bauweise aus Holz
  • Dach mit Schindeln gedeckt
  • eineinhalb Etagen
  • Veranda vorm Haus
  • Kassettentüren
  • Garten mit Pool
  • offener Kamin
  • begehbare Wandschränke
  • angrenzender Carport/Garage

Ob du diesen Lifestyle für dich realisieren kannst, hängt im Wesentlichen von der Region ab, in der du leben und arbeiten möchtest. In eher weitläufigen Landstrichen sind Häuser wie beschrieben weit verbreitet und sehr charakteristisch. Viele davon stehen zum Verkauf, einige sind wie in Deutschland zu vermieten.

Fällt deine Wahl auf eine der angesagten Metropolen der USA, kommen besser ein Apartment oder ein Loft in Frage. Die Wahl des Wohnraumes beruht darauf, wieviel Miete du regelmäßig aufbringen kannst oder welche Summe du für einen Immobilienkauf investieren möchtest. Entscheidend ist darüber hinaus, wie dein Weg zur Arbeit aussehen soll: Erreichst du deinen Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder nutzt du ein Auto?

Zieht es dich in Amerika ins weite Landleben hinaus, wirst du vielleicht in einem Blockhaus oder auf einer Farm wohnen. Genau wie in Deutschland, wo das Landleben harscher und grober abläuft, kann ein Landhaus in Amerika einfacher und rustikaler sein, als ein schick möbliertes Apartment in einem Wohnblock. In einigen Teilen der USA erreichen manche Farmer ihren nächsten Nachbarn erst nach einer halbstündigen Autotour. Das ist eine sehr differenzierte Lebenserfahrung, wenn du zuhause mehr urban aufgewachsen bist. Der Zustand mag jedoch auf der anderen Seite die Erfüllung eines Lebenstraums sein.

Online auf Job- und Wohnungssuche gehen

Sowohl bei der Job- als auch bei der Wohnungssuche helfen einschlägige Internetplattformen. Falls du bei einer internationalen Firma beschäftigt bist, kann eine Versetzung in eine Tochtergesellschaft in den USA eine gute Einstiegsmöglichkeit in das Leben in Amerika bilden. Zunächst solltest du unbedingt einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben. Anschließend findest du über die Websites von Immobilienmaklern passende Objekte im jeweiligen Sektor. Deutschsprachige Agenturen vermitteln WG-Zimmer, möblierte und unmöblierte Wohneinheiten, komplette Apartments oder eben ein eigenes Haus. Achte bei der Internetrecherche darauf, dass du nur bei seriösen und verifizierten Anbietern einen Mietvertrag abschließt. Empfehlenswert ist, in der Anfangszeit zur Miete zu wohnen. Du schaust dir dann live die Wohngegend in aller Ruhe an und kannst nach einer Weile einen Umzug mit einem lokalen Makler und Umzugsunternehmen realisieren. Ganz gleich, wo dein Ziel in Amerika liegt, eine gute Planung und Organisation ist vor der permanenten Abreise unabdingbar.

Leben in den USA

Allgemeinhin ist die Mentalität der Amerikaner eine andere Geisteshaltung als die von Europäern. Etliche Dinge verlaufen erheblich unbürokratischer und gelassener. Zum Teil liegt das daran, dass der Staat die Einwohner weniger kontrolliert und reguliert, als es in Deutschland der Fall ist. Ein Amerikaner muss sich überwiegend alleine durchs Leben schlagen. Jeder ist auf sich selbst gestellt und somit seines eigenen Glückes Schmied. Das soziale Netz ist in den USA bis heute sehr durchlässig. Eigenverantwortung und Selbstmotivation halten daher im Alltag wie im Berufsleben bedeutsame Rollen inne.

Schulsystem und Bildung

Wenn du nicht allein nach Amerika immigrierst, sondern deine Familie, darunter schulpflichtige Kinder, mitnimmst, erfährst du nachstehend die gravierendsten Unterschiede, die zwischen Deutschland und den USA hinsichtlich der Grundschulen, Mittelschulen, Ober- und Hochschulen bestehen:

  • Nursery School und Elementary School: Bevor sie offiziell in die Grundschule kommen, haben viele Kleinkinder schon eine Vorschule besucht. Die Grundschule beginnt in Amerika bereits während der deutschen Kindergartenzeit. Hingegen verbleiben die amerikanischen Kinder oftmals bis zum Abschluss der sechsten Klasse in der Grundschule.
  • Middle School oder Junior High: Die Zeit von der siebten bis zur neunten Klasse verbringen die Kinder in Klassengemeinschaften, wie sie in der Grundschule stattgefunden haben. In Deutschland ergeben sich bereits im fünften Jahr neue Klassenverbände, die nach Unterrichts- und Stundenplan stets neue Konstellationen finden. Die amerikanische Middle School lässt sich am ehesten mit einer deutschen Gesamtschule vergleichen. Ein Nachteil in den USA ist, dass lernstarke Kinder, die ein deutsches Gymnasium besuchen könnten, in der Junior High ein wenig unterfordert sind.
  • High School: Ohne festen Klassenverband erfolgt Unterricht von der zehnten bis zur zwölften Klasse. Je nach Staat gilt in Amerika die Schulpflicht entweder bis zum sechzehnten oder bis zum achtzehnten Lebensjahr. Davon hängt ab, wie lange die Kinder die High School besuchen. Mit einem erfolgreichen Abschluss studieren die Schüler anschließend an einem College oder einer Universität.
  • Um ein Hochschulstudium müssen sich junge Menschen in den USA an einer Hochschule bewerben. Im Gegensatz zu Deutschland, wo ein Notendurchschnitt die Zulassung bedingen kann, ist der finanzielle Hintergrund der Studenten in Amerika entscheidend. Ein Studium in den USA kann pro Jahr einen fünfstelligen Betrag kosten, den sich nicht jeder Student ohne weiteres leisten kann. Wie in Deutschland gibt es aus diesem Grund ein Angebot an Stipendien.

Beruflicher Alltag

Die Auffassung vom Leben der Amerikaner hat ihre historischen Wurzeln in der Einwanderungsgeschichte. Zahllose europäische Siedler wollten der Unterdrückung, dem Hunger oder der Armut in ihrer Heimat entkommen. In der „neuen westlichen Welt“ hofften die Einwanderer auf Freiheit und Chancen. Jeder musste derzeit mit nichts, also von Null, ein neues Leben anfangen. Seither belebt dieser Grundgedanke der Gleichheit aller Menschen die amerikanische Kultur. Im Berufsleben herrscht diese Einstellung vielfach bis heute genauso vor. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Unterschiede nach Rang und Bedeutung gibt. Bestehende Abweichungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern treten nur weniger auffällig in Erscheinung. Deutsche Arbeitnehmer laufen Gefahr, die gleichmäßige höflich-freundliche Umgangsweise mit den amerikanischen Kollegen in bestimmten Situationen zu unterschätzen.

Neben der allgemeinen Gemütsruhe findet sich in amerikanischen Unternehmen vielfach eine Handlungsorientierung, die auf einer äußerst hohen Risikobereitschaft und gleichzeitig einem ausgeprägten Optimismus basiert. Schnelle Lösungen sind oft relevanter als zu viel Bürokratie und langwierige Problemanalysen. Amerikaner handeln und denken gerne zielorientiert und pragmatisch. Planungsphasen und Entscheidungsfindungen laufen deutlich schneller ab als in Deutschland. Für zahlreiche US Unternehmer ist eine kurzzeitige Maximierung des Gewinns fundamentaler als ein langfristiger Firmenerfolgt. Typisch ist, dass Amerikaner im Berufsalltag dem sogenannten „KISS-Prinzip“ folgen: Keep it short and simple – halte es kurz und einfach.

Kündigungsschutz in den USA nicht mit deutschen Maßstäben vergleichbar

Generell können Arbeitnehmer in Amerika schneller den Job wechseln und eine neue Arbeit ausüben als in Deutschland. Selbst ältere Arbeitnehmer haben gute Jobchancen. Die Schnelllebigkeit folgt dem berüchtigten „Hire and Fire“ – Leitsatz. Kündigungsfristen gibt es oft nicht. Eine fundierte Ausbildung oder ein Unternehmergeist sind von Relevanz, wenn du in Amerika rasch Erfolge verbuchen möchtest. Renten- und Sozialversicherungen decken die Bedürfnisse der Amerikaner nicht zuverlässig ab. Private Vorsorge und finanzieller Rückhalt sind daher vorteilhaft.

Bedenke bei deinen Auswanderungsvorbereitungen, dass amerikanische Gehälter ebenfalls enorm von der Region abhängen. Der gleiche Beruf wird in einer Stadt immens besser bezahlt als in einer anderen. In Florida sind die Gehälter zum Beispiel geringer als in anderen Staaten. Dafür sind andererseits in Florida die Lebenshaltungskosten niedriger als woanders. Es ist daher sinnvoll, immer möglichst viele Aspekte in die Überlegungen für die Auswanderung mit einfließen zu lassen.

Freizeit und Reisen

Wenn du erst in Amerika lebst, kannst du Urlaub im eigenen Land machen. Die vielzähligen Staaten bieten so viel Abwechslung, dass du für Freizeitaktivitäten garantiert das passende Umfeld findest. Auch diesen Artikel über „Top 10 der sehenswertesten Orte in den USA“ lesen.

Erholsame Badeurlaube an paradiesisch anmutenden feinen weißen Sandstränden sind genauso realisierbar wie aktive Skiurlaube oder fesselnde Rundreisen. Du kannst Inlandsflüge buchen, einen Motorradtrip unternehmen oder mit einem komfortablen Wohnmobil die Landschaft erkunden. Die USA haben zu jeder Jahreszeit spannende Reiseziele zu bieten.

Exemplarische amerikanische Sportarten sind Basketball, Baseball und American Football. Unzählige Amerikaner betreiben eine oder mehrere dieser drei Sportrichtungen als bevorzugten Zeitvertreib. Freilich gibt es außerdem andere Disziplinen wie Joggen, Skaten, Schwimmen, Surfen und Tanzen, womit du dich in Amerika beschäftigen kannst. Typisch ist, dass die Amerikaner ihren Sport auf öffentlichen Plätzen – Bolzplätzen, Stränden oder Parks ausüben. Jeder vorübergehende Passant kann zuschauen oder sofort mitwirken.

Kosten für eine Auswanderung nach Amerika

In welche Höhe sich deine Ausgaben für eine Auswanderung nach Amerika schrauben, ergibt sich wiederum aus der Gegend, in die du ziehst sowie den Ansprüchen, die du verwirklichen willst. Der Umzug in eine Metropole ist beträchtlich kostenintensiver als der Umzug in ein weniger dicht besiedeltes Gebiet. Zudem berechnet sich der Neuanfang mit einer ganzen Familie und einem kompletten Hausstand völlig anders, als wenn eine Person allein immigriert. Der Transfer von allen Personen und eventuell sogar von im Haushalt lebenden Tieren ist in der Regel nicht der teuerste Posten auf der Rechnung. Kostspielig sind die Einlagerung oder Überführung von Möbeln, Auto oder anderen Gegenständen. Wenn du nicht allein mit einer Unterhose, einem sauberen Hemd und einer Zahnbürste nach Amerika ziehst, solltest du die hiernach aufgelisteten Kostenfaktoren bei deiner Planung berücksichtigen:

  • Einreise/Anflug und weitere Transfers,
  • kurzzeitige Unterbringung in Hotel oder Motel; circa einen Monat lang,
  • Umzugscontainer,
  • Kaution für eine Wohnung oder ein Haus,
  • Mietwagen oder Kauf eines Autos, alternativ Tickets öffentliches Verkehrsnetz,
  • Aktualisierung von Ausweispapieren, Führerschein und anderen Dokumenten,
  • private Versicherung,
  • Neukauf von Einrichtungsgegenständen inklusive amerikanische Elektrogeräte wie Handy, Computer, Fernsehen usw.

Wanderst du mit drei weiteren Familienmitgliedern nach New York City aus, können die anfallenden Ausgaben rasch auf 20.000 bis 30.000 Dollar ansteigen. In anderen Regionen und Städten magst du geschmeidig mit der Hälfte auskommen. Ratsam ist, ein ausreichend finanzielles Polster angelegt zu haben. Anders verhält es sich, wenn dein Arbeitgeber deine Umzugskosten teilweise oder in vollem Umfang erstattet.

Krankenversicherung USA

Wie bereits zuvor im Artikel genannt, ist das soziale System in Bezug auf Gesundheit und Altersversorgung in Amerika mit dem deutschen nicht vergleichbar. Bis heute ist eine große Anzahl amerikanischer Einwohner überhaupt nicht krankenversichert. Rund zwei Drittel der Amerikaner verfügen über einen Krankenversicherungsschutz durch private Versicherungen. Für viele Bürger zahlt der Arbeitgeber diesen Versicherungsschutz. Aber einige Menschen tragen ihre individuell erworbene Krankenversicherung selbst. Nur bei einem Drittel der Amerikaner greift eine der zwei staatlich finanzierten Basen des amerikanischen Gesundheitssystems. Im Einzelnen gelten die staatlichen Versicherungen für behinderte Bürger, Menschen über 65 Jahre und Angehörige der Armee sowie kriegsversehrte Veteranen. Das amerikanische Gesetz schreibt dennoch vor, dass ein jeder Mensch in einem Notfall ärztlich zu versorgen und zu behandeln ist. Seine Zahlungsfähigkeit bleibt erst einmal außen vor. Im Nachhinein müssen nicht versicherte Bürger jedoch die Kosten ihrer medizinischen Behandlung bezahlen. Das ist ein Grund für die vielen Privatinsolvenzen in Amerika. Hohe Arztrechnungen können die Betroffenen oftmals nicht rückerstatten.

Vorsorge treffen und Versicherungen sorgfältig auswählen

Um rundum sorglos nach Amerika auszuwandern, solltest du für dich und im Bedarfsfall für die ganze Familie ein individuell zugeschnittenes Versicherungspaket abschließen. MAWISTA bietet als Spezialist für Auswanderer entsprechende Versicherungsleistungen an. Immerhin wäre es mehr als ärgerlich, wenn die Auswanderung schon im Anfangsstadium aufgrund einer unvorhergesehen Krankheit oder eines Unfalls nicht tatsächlich stattfinden kann. Die meisten Tarife von MAWISTA für Versicherungsleistungen deutscher Bürger im Ausland funktionieren ohne Selbstbehalt. Sie inkludieren unter anderem die Kostenübernahme für medizinische Therapien und die Versorgung mit Medikamenten. Zusätzlich zu einer Auslandskrankenversicherung beinhalten die Tarife

  • Rücktransport im Krankheits- oder Todesfall.
  • versch. Sportarten mitversichert

Bei einigen Tarifen kann eine

  • eine Reisegepäckversicherung,
  • eine Reisehaftpflichtversicherung,
  • eine Reiseunfallversicherung

eingeschlossen werden.

Für eine erfolgreiche Auswanderung ist noch wichtig zu wissen, dass Auslandskrankenversicherungen nicht automatisch zahnärztliche Behandlungen einschließen. Denkbar ist, dass du einen speziellen Tarif bei MAWISTA auswählst, oder eine weiterführende Zahnarztkostenversicherung abschließt. Berücksichtige bei einer entsprechenden Krankenversicherung für die Auswanderung, dass du rundum genauso gut geschützt bist wie zuvor daheim.

In Amerika arbeiten mehr Ärzte aus wirtschaftlichen Gründen in größeren Gemeinschaftspraxen als in Deutschland. Das bietet für Patienten den Vorteil, dass die Sprechzeiten verhältnismäßig großzügig ausfallen. In amerikanischen Praxen findet häufig samstags vormittags eine Sprechstunde statt.

Die Krankenversicherungen gelten stets gemäß Leistungsbeschreibung personenbezogen. Wenn deine Freunde oder Familie aus Deutschland zu Besuch kommen und in Amerika krank werden, können sie umgehend in einem Emergency Room oder bei einem Arzt behandelt werden. Die Behandlungskosten müssen allerdings sofort bezahlt werden. Wenn deine Gäste es versäumt haben, vor ihrem Besuch eine eigene, kurzzeitig geltende Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, bleiben sie mitunter auf erheblichen Selbstkosten sitzen. Erinnere deine Bekannten und Angehörigen vor ihrem Kommen zu dir daran, dass sie bei MAWISTA eine passende Versicherung beantragen. Das können sie bequem online erledigen.

Go west and live your dream!

Mit einer Jobzusage oder einem Businessplan in der Tasche hast du den Ort in Amerika gefunden, der deine neue Heimat werden soll. Nun steht der Umsetzung deiner Wunschträume nichts weiter im Weg, als eine sorgfältige Reisevorbereitung und Umzugsorganisation. Wenn du nur wenig Zeit aber etwas finanziellen Spielraum hast, kannst du einen Umzug in die Hände von spezialisierten Agenturen übergeben. Sie arrangieren gegen ein Honorar jegliche Transporte und Einlagerungen, die erforderlich werden. Das Einzige, was du selbst mitbringen solltest, sind hervorragende englische Sprachkenntnisse. Ohne jedwede Verständigungsprobleme wird deine Auswanderung nach Amerika sicherlich ein voller Erfolg.

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