Was soll ich studieren? – Die Wahl des richtigen Studiengangs

Was soll ich studieren? – Die Wahl des richtigen Studiengangs

Das Abi ist endlich vorbei und der Sommer voller Party, Urlaub und Sonne kann kommen. Man ist eigentlich total froh, endlich einmal ausspannen und das Leben genießen zu können. Doch ein anderer Termin steht noch an, die Bewerbungsfrist der Hochschulen und Universitäten. Bei den meisten steht vor dem Thema Zukunft noch ein Fragezeichen, welches sich recht hartnäckig hält. Nur die wenigsten wissen schon genau was sie studieren und dann später mit ihrem Leben anfangen möchten. Für viele ist eine schwammige Vorstellung alles, was schon da ist. Doch wie findet man denn eigentlich am besten heraus, was man später machen möchte? Und Welches Studium ist das richtige, um das zu erreichen?

Wer schon eine grobe Richtung kennt, in die er einmal gehen möchte, kann die folgenden Punkte abarbeiten, um vielleicht dem richtigen Studiengang zu finden. Wer noch überhaupt keine Idee und keinen Schimmer hat, kann sich selbst auch noch ein wenig Zeit geben. Oft benötigt man diese und ein wenig Abwechslung vom Schulalltag, um sich und seine Wünsche besser kennen zu lernen. Das kann zum Beispiel auf einer Reise, während eines Auslandsaufenthaltes (z.B. als Aupair) oder während einer sozialen Arbeit (z.B. Hilfsprojekte oder Bufdi) geschehen. Eine solche Erfahrung kann sehr viel hilfreicher sein, als einfach irgendein Studium anzufangen, bei dem man später merkt, es ist überhaupt nichts für einen. In diesem Fall sollte man sich auch nicht unter Druck setzen lassen, denn es geht um die eigene Zukunft und mit der sollte man zufrieden sein. In vielen Studiengängen kann man auch erst im Februar anfangen, so dass man noch ein halbes Jahr länger Zeit hat, sich zu bewerben. Dies ist natürlich auch eine Möglichkeit für diejenigen, die schon einen Studiengang oder ein Berufsfeld im Auge haben, noch einmal etwas Neues zu machen, bevor man weiter lernt.

Schritt 1: Berufsfeld

Wer schon eine Richtung oder ein Berufsfeld weiß, ein Hobby hat, welches er zum Beruf machen möchte oder sich ganz besonders für ein bestimmtes Thema interessiert, hat mit diesen Ideen schon einen guten Ansatzpunkt. Jetzt gilt es, diese Idee auszubauen und zu vertiefen, möglichst viele Informationen über das mögliche Berufsfeld zu sammeln und dann abzuwägen, ob das immer noch das ist, was man sich vorstellt. Die kann zum Beispiel über die Medien, über Bekannte und Freunde, die im jeweiligen Feld arbeiten oder auch über die Bundesagentur für Arbeit (z.B. Berufsinformationszentrum BIZ) geschehen. Es gibt genügend Internetseiten und Ratgeber, die ausführliche Informationen zu zahlreichen Berufen bereithalten. Am besten ist es natürlich immer, wenn man wirklich einmal „reinschnuppern“ kann. Das geht am besten über persönliche Kontakte oder schon tiefgreifender und spezifischer in einem Praktikum. Wer wirklich schon so konkret einen Beruf im Auge hat, sollte sich jedoch frühzeitig um das Praktikum kümmern, um erstens noch einen Platz zu bekommen und zweitens, um die Deadline der Universitäten nicht zu überschreiten.

Schritt 2: Studiengang

Wer ein Berufsfeld ausgewählt hat, welches er sich gut vorstellen kann, sollte im nächsten Schritt herausfinden, ob und welche Art von Studium man dafür benötigt. Oft ist das nicht eindeutig und man kann mit vielen Studiengängen später die unterschiedlichsten Dinge anfangen, doch eine gewisse Richtung lässt sich sicher finden. Dann geht es um die Frage: Was genau macht man in diesem Studiengang eigentlich? Die Beschreibungen auf den Seiten der Universitäten oder in Studienführern sind oft sehr kurz gehalten und loben sowieso alles in die Höhe, um neue Studenten zu werben. Oft ist es besser, sich direkt den Studienplan auf der Universitätshomepage durchzuschauen, denn dort sind alle Kurse aufgelistet, welche man im Studiengang belegen kann. Außerdem erfährt man hier auch ob z.B. Auslandsaufenthalte oder Praktika vorgesehen oder sogar Pflicht sind.

Natürlich ist es immer am besten, sich vor Ort zu informieren. Die meisten Universitäten und Hochschulen bieten Informationstage an, an denen sich die einzelnen Studiengänge vorstellen. Der Vorteil hier ist natürlich, dass man direkt mit Studierenden und auch Professoren in Kontakt treten kann und gezielt Fragen stellen kann. Nachteil ist, dass man natürlich auch hinfahren muss und so vielleicht nicht alle Studiengänge an jeder Uni, die einen interessieren anschauen kann. Ein kleiner Tipp: Die meisten Studiengänge haben an ihrer Hochschule eine Fachschaft, also ein Zusammenschluss aus Studierenden dieses Studiengangs, die sich für die Interessen der Studenten einsetzen. Die Fachschaften beantworten in der Regel auch gerne alle Anfragen von Interessenten über den Studiengang, die Inhalte, die Professoren, die Uni und was man sonst noch alles wissen möchte.

Schritt 3: Universität/ Hochschule

Hat man einen oder mehrere Studiengänge ausgewählt bleibt noch die Frage nach der passenden Hochschule. Das ist ein sehr individueller Prozess, je nachdem auf was man großen Wert legt. Möchte man eine Campus-Uni, an der alles mehr oder weniger an einem Ort ist oder lieber eine Stadt-Uni, die sich in der Stadt verteilt. Will man lieber an eine große oder an eine kleine Hochschule. Soll die neue Heimat weit entfernt oder nah am bisherigen Wohnort liegen. Auch die Inhalte eines gleichnamigen Studiengangs können an unterschiedlichen Hochschulen variieren. Hier also auch nochmal vergleichen, wo liegen die Schwerpunkte und was spricht mich am ehesten an? Ein anderes Kriterium können natürlich auch Zulassungsbeschränkungen sein, die man erfüllen muss, um überhaupt an einer bestimmten Universität studieren zu können.

Hat man nicht nur das Berufsfeld, sondern auch Studiengang und Hochschule gefunden, geht es dann an die Bewerbung, welche man hoffentlich fristgerecht abgeben kann. Man sollte nicht zögern, sich an mehreren Hochschulen oder auch für mehrere Studiengänge zu bewerben, um auch eine Sicherheit zu haben, falls die eine oder andere Zusage nicht klappt.
Und ist das alles erledigt, dann kann der Sommer auch wirklich kommen.

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