Krankenversicherung für Deutsche im Ausland und für Ausländer in Deutschland
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Gesetzliche Krankenversicherung für Studenten

Wenn Sie in Deutschland studieren wollen, werden Sie sich in fast allen Fällen bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern müssen. Ausgenommen sind davon lediglich Studenten über dem 14. Fachsemester oder über dem 30. Lebensjahr. Die Krankenversicherung ist eine wichtige Voraussetzung zur Einschreibung an einer deutschen Hochschule.

Wenn Sie in Deutschland studieren wollen, werden Sie sich in fast allen Fällen bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern müssen. Ausgenommen sind davon lediglich Studenten über dem 14. Fachsemester oder über dem 30. Lebensjahr. Die Krankenversicherung ist eine wichtige Voraussetzung zur Einschreibung an einer deutschen Hochschule.

Als gesetzlich krankenversicherter Student haben Sie eine freie Arztwahl unter allen zugelassenen Vertragsärzten.

Die Beiträge für eine gesetzliche Krankenversicherung sind aktuell:


Für Studenten aus Baden Württemberg
empfehlen wir Ihnen die AOK Baden Württemberg:
Für Studenten aus anderen Bundesländern*
empfehlen wir die DAK:
AOKDAK
Beiträge 2017:
Krankenversicherung: 72,82 € im Monat
+ Pflegeversicherung: 16,55 € im Monat, 
bzw. 18,17 € (für Kinderlose ab 23 Jahren)
Beiträge 2017:
Krankenversicherung: 76,07 € im Monat
+ Pflegeversicherung16,55 € im Monat, 
bzw. 18,17 € (für Kinderlose ab 23 Jahren)
Online-Antrag für die AOK- Baden-WürttembergOnline-Antrag für die DAK
 *alles außer Baden-Württemberg, z. B.: Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, …

 

Zur Einschreibung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule benötigt man in Deutschland eine Krankenversicherung. Diese ist zwingend erforderlich und sollte schnellstmöglich nach Einreise in Deutschland abgeschlossen werden. In Deutschland unterscheidet man zwischen einer privaten und gesetzlichen Krankenversicherung. Studenten, die das 30. Lebensjahr oder 14. Fachsemester noch nicht vollendet haben, sind in der Regel, in der gesetzlichen Krankenversicherung für Studenten pflichtversichert. Die gesetzliche Studentenversicherung ist eine kostengünstige Variante. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland sind festgeschrieben und sehen neben Leistungen bei Krankheit auch Leistungen zur Vorsorge und zur Verhütung von Krankheiten und deren Verschlimmerung ( Vorsorgeuntersuchungen oder prophylaxische Untersuchungen) vor. Die Nutzung dieses gesetzlichen Studententarifes ist jedoch nur begrenzt möglich. Ab dem 30.Lebensjahr bzw. nach Vollendung des 14. Fachsemesters ist die Versicherungspflicht beendet. Was zählt zu einem Fachsemester? Fachsemester sind nur die Semester, die zu dem jeweiligen Studiengang gehören. Bei einem Studienfachwechsel oder bei Beginn eines zweiten Studiums zählen die Semester wieder von vorne. Urlaubssemester werden nicht mitgezählt. Somit könnte man natürlich den günstigen Krankenversicherungsschutz hinauszögern, deshalb wurde die Altersgrenze als weiteres Kriterium herangezogen. D.h., wird eine Grenze erreicht, fällt der Student aus der kostengünstigen gesetzlichen Studentenversicherung und hat nur noch die Möglichkeit sich freiwillig weiter zu versichern, jedoch zu höheren Beiträgen. Voraussetzung für eine freiwillige Weiterversicherung ist hier, dass unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der Krankenversicherung für Studenten eine ununterbrochene Versicherung über 12 Monate in der gesetzlichen Krankenkasse bestand oder in den letzten 5 Jahren 24 Monate gesetzliche Krankenversicherungszeit nachgewiesen werden kann. Innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Ausscheiden aus der vorherigen Krankenversicherung, muss die Mitgliedschaft der Krankenkasse schriftlich angezeigt werden. Wird diese Frist versäumt, kann keine freiwillige Versicherung mehr durchgeführt werden.
Wie immer gibt es auch hier ein paar Ausnahmen, um die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten zu verlängern, beispielsweise die Geburt eines Kindes und anschließender Kinderbetreuung, Wehr- oder Zivildienst, eigene mindestens 3-monatige Krankheit, bei der Mitarbeit in Hochschulgremien oder ein zwingend notwendiges Aufbaustudium, das für die Erhöhung der Berufschancen erforderlich ist sowie ein freiwilliges soziales Jahr.
Möchte man jedoch nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern bei einer privaten Krankenversicherung versichert sein, so besteht die Möglichkeit sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Was ist bei einer Befreiung zu beachten? Die Befreiungsmöglichkeit besteht nur innerhalb der ersten drei Monate nach der Einschreibung und ist unwiderruflich für das gesamte Studium. Auch nach dem Studium ist der Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung nicht ohne Weiteres möglich. Die Vor- und Nachteile einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung während des Studiums sollten sorgfältig überlegt sein. Hat man sich für eine private Krankenversicherung entschieden, benötigt man für die Immatrikulation eine Bestätigung der gesetzlichen Krankenkasse, dass eine Befreiung von der Versicherungspflicht vorliegt.
Mit einigen Ländern der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes bestehen Sozialversicherungsabkommen, d. h. ist der Student in seinem Heimatland gesetzlich krankenversichert, so kann er diesen Versicherungsschutz von einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse anerkennen lassen. Hierbei ist jedoch zu prüfen, ob die mitgebrachte Krankenversicherung ausreichend Versicherungsschutz für Deutschland bietet, ansonsten muss eine Krankenversicherung in Deutschland abgeschlossen werden.