Studieren in Italien – Alles rund um das Auslandsstudium in Italien

Studieren in Italien – Alles rund um das Auslandsstudium in Italien

Warum in Italien studieren?

Ein Studium oder Auslandssemester in Italien scheint für zahlreiche junge Menschen eine sehr verlockende Aussicht zu  sein. Nicht ohne Grund entscheiden sich jährlich tausende Studenten für ein Gast- oder Vollstudium in dem südeuropäischen Land. Die Deutschen liegen dabei auf den vordersten Plätzen.

Für viele ist der italienische Lebensstil in Verbindung mit den tollen Landschaften und dem guten Wetter ein wichtiger Grund für einen Aufenthalt in Italien. „Dolce Vita“ das süße Leben kann man dort genießen in einer geradezu paradiesischen Umgebung. Ob am Strand oder in einer der faszinierenden Großstädte des Landes, den Aufenthalt dort kann man auf jeden Fall genießen.

Doch tolles Wetter und verlockende Urlaubsgebiete sind bei weitem nicht das einzige, was Italien zu bieten hat. Das Land ist reich an Kultur und Geschichte und während eines Aufenthaltes kann man dieses Reichtum voll auskosten und direkt vor Ort erleben.

Auch die italienischen Universitäten bieten ihren Studenten ein optimales Lernumfeld. Viele von ihnen sind weltweit bekannt und seit Jahren fest etabliert. Sie zählen zu den ältesten und besten Universitäten der Welt und durch die flexible Studienstruktur, kann man sein Studium individuell gestalten und ausrichten.

Es gibt noch unzählige weitere Gründe, für ein Studium in Italien und jeder muss für sich selbst abwägen, welche er in Betracht zieht. Ein Auslandsaufenthalt oder Vollstudium in Italien kann auf jeden Fall eine einzigartige und unvergessliche Erfahrung werden, die man nicht bereuen wird.

Deutsches vs. Italienisches Hochschulsystem – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Im Großen und Ganzen sind sich die Hochschulsysteme der beiden Länder sehr ähnlich. Durch die europaweite Einführung der Bachelor- und Mastersysteme gibt es immer größere Gemeinsamkeiten. Dennoch ist es wichtig, die wenigen Unterschiede zu kennen, um keine Überraschungen zu erleben.

Zunächst sollte man die unterschiedlichen Bezeichnungen der Studientypen kennen. An den 89 staatlich anerkannten Universitäten gibt es die folgenden Studienmöglichkeiten.

  • Corsi di laurea – Diese Studiengänge entsprechen am ehesten dem deutschen Bachelor. Für einen Abschluss benötigt man in der Regel drei Jahre. Am Ende des Studiums besitzt man den ersten akademischen Abschluss, die so genannte „Laurea“.
  • Corsi di laurea specialistica – Hat man den ersten Abschluss hinter sich, kann man einen Aufbaustudiengang wählen, welcher zwei Jahre dauert. In diesen Studiengängen werden die Studieninhalte weitergeführt und vertieft, man kann sich in diesem Schritt stärker spezialisieren. Einen Abschluss aus dieser Studienart nennt man „Laurea Specialistica“
  • Corsi di laurea specialistica a ciclo unico – Einige Studienfächer können nicht nach den vorherigen Studienmodellen studiert werden. Für die Fächer Chemie, Pharmazie, technische Pharmazie sowie Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sind längere Studienzeiten vorgesehen. Aufgrund des hohen Umfangs benötigt man hierfür fünf bis sechs Jahre Studium.
  • Concorsi – Im Gegensatz zum spezifischen Lehramtsstudium in Deutschland, muss man in Italien den so genannten „Concorsi“ absolvieren, um unterrichten zu können. Man absolviert zuvor ein normales Grundstudium im jeweiligen Fach, welches man unterrichten möchte und erlangt über einen „Concorsi„ die Berechtigung, zu unterrichten.
  • Corsi di master – Wer nach den ersten beiden Studiengängen noch eine weitere Spezialisierung oder Vertiefung haben möchte, kann noch ein einjähriges Masterstudium draufsetzen.
  • Corsi di specializzazione – Für manche Berufe, wie etwa im Bereich der Medizin ist es notwendig, noch einen weiteren Abschluss zu erlangen. Den Abschluss, welchen man mit diesem Aufbaustudium erhält nennt sich „Diploma di specializzazione“.
  • Dottorato di ricerca – Als Äquivalenz zum deutschen Doktortitel und der Promotion gibt es in Italien den Philosophiae Doctor (PhD), für welchen man noch einmal drei Jahre studieren muss.

Diese Bezeichnungen und die Unterschiede sollte man kennen, um sich für den passenden Studiengang zu entscheiden.

Die Semesterzeiten in Italien entsprechen denen der meisten deutschen Universitäten. Demnach beginnt das erste Semester im September/ Oktober und endet im Januar/ Februar. Das zweite Semester geht von Februar bis Juli.

Wie sieht das Studium in Italien aus?

Die meisten Vorlesungen sind mit denen in Deutschland vergleichbar. Es gibt in den größeren Grundlagenvorlesungen viel Frontalunterricht, Seminare und Fortgeschrittenenkurse sind oft von Diskussionen und eigenen Arbeiten geprägt.  Das allgemeine Niveau des Unterrichts ist hoch und wie an allen Universitäten ist auch viel Eigeninitiative gefragt. Im Studium kommt es darauf an, wie viel Arbeit man selbst hineinsteckt. Nur wer regelmäßig vor- und nachbereitet und auch einmal freiwillig ein Buch liest oder sich mit den Unterrichtsthemen beschäftigt wird am Ende seines Studium ein wirklich umfassendes und tiefgründiges Wissen haben.

Prüfungen in Italien basieren auf den in den Vorlesungen behandelten Themen. Oft muss ein Großteil des Stoffs auswendig gelernt und in der Prüfung wiedergegeben werden. Natürlich gibt es jedoch auch anwendungsbezogene Aufgaben, so genannte „open book“ Prüfungen sind jedoch eher selten.

In Italien werden Prüfungen oft mündlich absolviert, was eine besonders intensive Vorbereitung voraussetzt. Man muss den Stoff nicht nur können, sondern seine Argumente auch überzeugend und auf den Punkt gebracht vermitteln können.

Das Notensystem in Italien ist etwas anders als das Deutsche. Es werden Punkte zwischen 0 und 10 vergeben. 0 ist dabei das schlechteste Ergebnis und 10 das Beste.

Hier eine annähernde Übersetzung in das deutsche System.

0 non classificabile „nicht bewertbar“
1 estremamente scarso „extrem unzureichend“
2 decisamente scarso „entschieden unzureichend“
3 molto scarso „sehr unzureichend“
4 scarso „unzureichend“ =6
5 insufficiente „nicht genügend“ = 5
6 sufficiente „genügend“ = 4
7 discreto „zufriedenstellend“ =3
8 buono „gut“ = 2
9 distinto „sehr gut“ = 1
10 ottimo oder eccellente „ausgezeichnet, hervorragend“

Alles unter 6 Punkten bedeutet, man ist nach dem deutschen System durchgefallen. Die Noten 9 und 10 werden nur in äußerst seltenen Fällen vergeben, meist sind sie Abschlussarbeiten oder wirklich herausragenden Leistungen vorbehalten.

Bewerbung und Zulassung

Ein Auslandsstudium in Italien ist nicht nur eine traumhafte Vorstellung und das reinste Vergnügen. Bevor man wirklich in Italien an die Uni gehen kann stet einiges an Planung bevor. Ein Auslandsstudium zu organisieren ist viel Arbeit und sollte nicht unterschätzt werden. Um euch ein wenig Hilfe zu leisten haben wir die wichtigsten Fragen zum Auslandstudium aufgelistet und so könnt ihr euch schon einmal einige Fragen beantworten.

Gesamtes Studium

Man kann entweder im Rahmen eines Studiums in Deutschland für ein oder zwei Semester nach Italien gehen oder sein gesamtes Bachelor- oder Masterstudium dort absolvieren. Wer sein gesamtes Studium an einer italienischen Universität verbringt, bekommt auch den italienischen Abschluss und muss bei der Bewerbung ein wenig anders vorgehen, als ein Austauschstudent.

In der Regel bewirbt man sich direkt bei der italienischen Universität und durchläuft das normale Auswahlverfahren. Beginne so früh wie möglich mit der Informationssuche, denn die Wahl der Universität sollte gut überlegt sein. Um den Arbeitsaufwand im Rahmen zu halten, solltest du dich für 3-4 Favoriten entscheiden, bei denen du dich bewirbst. Um herauszufinden, ob eine Universität die Richtige für dich ist, kannst du dich auf der Homepage informieren und auch Infomaterialien per Post bestellen. Eine gute Anlaufstelle ist auch immer das Akademische Auslandsamt oder International Office der Universität. Die Berater vor Ort haben viele hilfreiche Infos und können dir auch gezielte Fragen zur Uni und zum Bewerbungsverfahren beantworten. Kriterien, nach denen du wählen kannst sind das Studienfach, die Größe der Uni, die Lage und auch das Ansehen der Universität und des Studiengangs. Schaue dir parallel auch immer die Zulassungsvoraussetzungen an, damit du dich nicht chancenlos bewirbst.

Für deine Bewerbungsunterlagen benötigst du normalerweise eine Übersetzung deines Abiturzeugnisses, einen Nachweis über deine Sprachkenntnisse und auch oft ein Motivationsschreiben. Genauere Infos, was in die Bewerbung gehört findest du auf der Homepage oder über das International Office.

Selbst wenn du noch Zeit bis zur Bewerbungsfrist hast, solltest du deine Bewerbung so früh wie möglich abschicken, so stellst du sicher, dass deine Unterlagen auch dann noch rechtzeitig eingehen, wenn du etwas nachreichen musst. Manchmal gibt es Sonderregelungen oder bestimmte Nachweise, welche nur von internationalen Studenten verlangt werden, um das herauszufinden, setze dich am besten direkt mit der Universität in Verbindung. Eine vollständige und fristgerecht eingereichte  Bewerbung ist der erste Schritt zu einer Zusage für den gewünschten Studienplatz.

Auslandssemester

Neben der Option, sein komplettes Studium in Italien zu verbringen, wählen auch viele Studenten die Möglichkeit, während ihres Studiums in Deutschland für ein oder zwei Semester in Italien zu studieren. Diese Auslandserfahrung ist sehr wertvoll und bringt einem sowohl sprachliche als auch persönliche und fachliche Kompetenzen ein. Gleichzeitig hat man seinen deutschen Studienabschluss und muss keine drei bis vier Jahre im Ausland verbringen.

Wer sich für ein Auslandssemester in Italien interessiert, sollte sich zunächst an das Akademische Auslandsamt seiner deutschen Universität wenden. Dort erfährt man, welche Möglichkeiten es gibt, nach Italien zu gehen. Bei Auslandsaufenthalten innerhalb der EU ist das beliebteste Austauschprogramm das ERASMUS Programm. Dieses Programm wurde von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und soll die Mobilität von Studenten fördern. Man  hat so die Möglichkeit, verschiedene Partneruniversitäten in anderen Europäischen Ländern zu besuchen. Welche Universitäten in Italien du besuchen kannst hängt also davon ab, mit welchen Universitäten deine Hochschule Partnerschaften über ERASMUS oder unabhängig davon besitzt. Zwar bieten die meisten deutschen Universitäten Kooperationen an, es kann jedoch trotzdem sein, dass deine Wahlmöglichkeiten sich auf einige wenige Universitäten beschränken.

Der Vorteil solcher Programme und Partnerschaften ist, dass man weniger organisatorischen Aufwand hat und oft auch finanzielle Zuschüsse oder Erleichterungen bekommt.

Wer jedoch mit dem Angebot an Universitäten nicht zufrieden ist, kann auch als so genannter Freemover nach Italien gehen und seinen Aufenthalt auf eigene Faust organisieren.

Wer sich für ein Programm oder eine Partnerhochschule entscheidet, bewirbt sich im Normalfall bei der deutschen Uni oder dem Programm. Freemover müssen sich direkt bei der italienischen Hochschule bewerben.

Für die Bewerbung ist ein Motivationsschreiben und auch Empfehlungsschreiben von Professoren erforderlich, kümmert euch rechtzeitig um solche Dinge, auch Ergebnisse von Sprachtests lassen oftmals längere Zeit auf sich warten. Lieber früher anfangen, als am Ende in Zeitnot geraten.

Visum und Einreise

Als EU-Bürger benötigt man im Normalfall kein Visum, um in Italien zu studieren, ein Personalausweis oder Reisepass genügt für die Einreise. Vor Ort muss man sich jedoch beim Polizeipräsidium anmelden und eine Aufenthaltsgenehmigung ausstellen lassen. Am besten reist man ein paar Tage vor Studienbeginn an, um sich um solche formale Dinge kümmern zu können.

Wer kein Bürger eines EU-Landes ist, benötigt ein Visum, um in Italien studieren zu können. Dieses kann man bei der italienischen Botschaft beantragen.

Was kommt an Kosten auf mich zu?

Studieren im Ausland ist nicht günstig, auch in Italien nicht. Man muss mit Ausgaben rechnen, die man in Deutschland vielleicht nicht gehabt hätte und man sollte gut planen, um keine böse Überraschung zu erleben. Einen Überblick über anfallende Kosten zu erstellen ist hilfreich, um einzuschätzen, was für ein Budget man während der Zeit im Ausland aufbringen muss. Hier wollen wir daher einige Punkte ansprechen, welche den Hauptteil der Kosten ausmachen werden.

Studiengebühren

Studiengebühren in Italien hängen von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst einmal setzen sie sich aus einem Grundbetrag und verschiedenen Zuschlägen (etwa für Prüfungen oder Verwaltung) zusammen. Je nach Art der Universität können sich sowohl die Grundbeträge als auch die Art und Höhe der Zuschläge unterscheiden. Im Schnitt kommt man am Ende auf etwa 750 Euro pro Studienjahr.

Oft gibt es zusätzlich noch eine Einschreibegebühr, welche einmalig zu entrichten ist.

Für ein Masterstudium oder ein Studium an einer privaten Universität zahlt man noch einmal mehr. Wie viel ihr jetzt genau zahlen müsst, erfahrt ihr direkt von der Universität, entweder online oder durch nachfragen.

Wer im Rahmen eines Austauschprogramms geht, bekommt oft die Studiengebühren im Ausland erlassen und zahlt lediglich die Gebühren an der deutschen Universität.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in Italien unterscheiden sich nicht großartig von denen in Deutschland. Mietpreise richten sich nach der Lage der Wohnung, in Großstädten zahlt man normalerweise mehr als auf dem Land und zentrumsnahe Wohnungen sind ebenfalls teurer als Wohnungen in Vororten.

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Italien weniger Studentenwohnheime, da die Universitäten immer weniger Geld vom Staat bekommen und Kürzungen durchführen müssen. Wohngemeinschaften sind auch in Italien eine beliebte Möglichkeit, Geld zu sparen.

Wer nur für ein oder zwei Semester in Italien ist, sollte versuchen, ein möbliertes Zimmer zu bekommen, so spart man Geld für Möbel und Gebrauchsgegenstände.

Falls die Universität, welche man besucht ein Wohnheim hat, ist das auf jeden Fall eine Überlegung wert. Gerade wer nur für einige Monate im Ausland ist oder noch am Beginn seines Studiums steht, kann so viele Vorteile genießen. Man ist nahe am Campus und man lebt mit zahlreichen anderen Studenten zusammen. Diese Gemeinschaft erleichtert es, Freunde zu finden und sich im Land einzuleben. Wer langfristig eine Wohnung sucht, hat die Möglichkeit, dieses vor Ort zu tun, wenn er zunächst im Wohnheim lebt.

Preislich liegen Wohnheime in Italien etwa bei 250 Euro im Monat, je nach Lage, Qualität und Ausstattung. WG Zimmer findet man ab 150 Euro aufwärts, wobei die Mieten in Städten deutlich höher liegen können.

Wer hohe Mieten vermeiden möchte und sich ein Zimmer außerhalb sucht, sollte auch immer Transportkosten zur Uni und in die Stadt mit einplanen, auch diese Kosten summieren sich und können die Mieteinsparungen wieder relativieren.

Insgesamt sollte man mit mindestens 600 Euro pro Monat für Miete und Lebenshaltungskosten rechnen.

Lernmaterialien

Zusätzlich zu den Studiengebühren fallen auch während des Semesters immer wieder Kosten an. Bücher und Schreibwaren können pro Kurs nochmals 30 – 100 Euro ausmachen. Eine Möglichkeit Geld zu sparen kann es sein, Bücher gebraucht zu kaufen oder in der Bibliothek auszuleihen, falls diese Möglichkeit besteht.

Freizeit und Reisen

Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums ist nicht nur eine Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und einen anderen Blickwinkel auf sein Studienfach zu bekommen. Sehr wichtig ist auch das Kennenlernen, des Gastlandes, der neuen Kultur und der Menschen, die dort wohnen. Und das bekommt man nun einmal am besten mit, wenn man so viel wie möglich unternimmt.

Reisen sollten gerade bei einem kürzeren Auslandsaufenthalt immer mit dabei sein, ob kürzere Ausflüge am Wochenende oder längere Touren in den Semesterferien, diese Chance, ein Land wirklich kennen zu lernen sollte man nutzen. Abseits von den populären Touristenorten kann man wirklich tolle Erlebnisse machen.

Auch während der Vorlesungszeit sollte man sich nicht nur in seinem Zimmer oder in der Bibliothek verkriechen. Auch wenn es stressig ist, man wird sich nur dann richtig einleben und wohlfühlen, wenn man Freunde macht und etwas mit diesen unternimmt. Gerade im Sommer ist Italien ein wundervolles Land, um sein Leben in vollen Zügen zu genießen.

Freizeitaktivitäten und Reisen kosten natürlich auch Geld und man sollte ein festes Budget für diese Ausflüge und Aktivitäten einplanen. Das soziale Leben ist ein wichtiger Teil der Auslandserfahrung und nur so wird man mit leuchtenden Augen und voller Begeisterung zurückkehren. Wer sein komplettes Studium im Ausland verbringt muss auch einrechnen, dass er ein paar Mal im Jahr nach Hause fahren möchte. Zu Feiertagen und Geburtstagen oder über die Ferien die Familie besuchen ist wichtig, allerdings sollte man auch diese Reisekosten einplanen.

Krankenversicherung

Um an einer italienischen Hochschule studieren zu können und natürlich für die eigene Sicherheit und das eigene Wohlbefinden ist eine Krankenversicherung Pflicht. Wer in Deutschland gesetzlich versichert ist, kann sich eine Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card) ausstellen lassen oder besitzt diese sogar schon. Informiert euch bei eurer Krankenversicherung, ob ihr eine solche Karte habt oder wie ihr sie bekommt und welche Leistungen dadurch in Italien abgedeckt sind.

Privat versicherte bekommen ebenfalls einen gewissen Schutz innerhalb der Europäischen Union gewährleistet.

Wer sein gesamtes Studium in Italien absolvieren möchte muss aufpassen, denn manchmal ist der Schutz im Ausland zeitlich begrenzt und gilt nicht die ganzen drei bis vier Jahre Studienzeit. Auch als Austauschstudent kann man sich überlegen, ob genügend Leistungen abgedeckt sind.

Wer sich nicht genug geschützt fühlt, kann eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung für diesen Zeitraum abschließen. Speziell für Studenten im Auslandsaufenthalt entwickelt sind die Versicherungen von Mawista, diese beinhalten dann alle Leistungen, die man als Student im Auslandsaufenthalt benötigt.

Das Thema Krankenversicherung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, krank werden kann man immer und auch Unfälle kann man sich nicht aussuchen. Bei den vielen Reisen und spannenden Aktivitäten, die ihr im Ausland unternehmen möchtet, ist ein guter Schutz besonders wichtig. Also informiert euch und wählt eine umfassende Krankenversicherung, um auf der sicheren Seite zu sein.

Finanzierung und Unterstützung

Im vorherigen Kapitel wurde besprochen, für was ihr alles Kosten einplanen müsst. Neben Studiengebühren und Lebenshaltungskosten gibt es auch noch weitere Punkte, für die Geld beiseitegelegt werden muss. Nun steht ihr also vor der Frage: Woher nehmen ich das ganze Geld?

Doch keine Angst, gerade für Studenten, die innerhalb Europas ins Ausland möchten, stehen zahlreiche Fördermittel bereit. Hier eine Übersicht über mögliche finanzielle Hilfsmittel.

Stipendien und Hilfsprogramme

Stipendien gibt es viele, allein schon wer mit einem Austauschprogramm wie ERASMUS nach Italien geht, bekommt diverse Nachlässe und auch Unterstützungen, für die man sich zusätzlich bewerben kann.

Sehr interessant sind auch immer die Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Für diese Stipendien liegen die Bewerbungsfristen aufgrund der hohen Beliebtheit jedoch schon sehr früh und man muss sich teilweise bis zu ein Jahr vor dem Auslandsaufenthalt schon beworben haben.

Ansonsten gibt es Stipendien wie das Deutschlandstipendium, diverse Landesstipendien und Stipendien von kirchlichen, politischen oder privaten Stiftungen.

Einen weiteren Zuschuss kann man über Auslandsbafög bekommen. Selbst wer kein Inslandsbafög bekommt, kann Auslandsbafög berechtigt sein, da hier andere Grenzen liegen. Um Bafög zu bekommen, muss man ein Antragsformular ausfüllen, welches man zum Beispiel an der deutschen Universität bekommt.

Man kann und sollte sich auf mehrere Stipendien gleichzeitig bewerben, auch wenn man am Ende nur eines akzeptieren kann. Mehrere Bewerbungen erhöhen die Chance auf eine Zusage bei einem Stipendium.

Manchmal bekommt man auch von der italienischen Universität Zuschüsse, für diese Möglichkeit am besten direkt beim International Office nachfragen.

Als EU Bürger hat man außerdem immer die Möglichkeit, in Italien zu arbeiten. Ein Nebenjob kann euch dabei helfen, ein klein wenig Taschengeld zu verdienen, was das Reisen und Leben angenehmer macht.

Studieren mit Kind

Für Studenten mit Kind erscheint ein Auslandssemester oft unmöglich und als zu große Herausforderung. Natürlich macht es ein Kind nicht gerade einfacher, ins Ausland zu gehen aber wer den Wunsch hat, sollte es auf jeden Fall versuchen. Man sollte seine eigenen Wünsche und Träume nicht zurückstellen, denn sonst ist man nur unglücklich und bereut es ewig, was auch negative Auswirkungen auf das Kind und die Erziehung haben kann.

Eine exakte und umfangreiche Planung vereinfachen den Aufenthalt und wenn möglich, sollte auch der Partner mit ins Ausland kommen, so dass man sich gemeinsam um das Kind kümmern kann.

Eine Auslandserfahrung kann auch für dein Kind wertvoll sein. Eine neue Sprache zu lernen und weltoffen zu werden sind wichtige Eigenschaften, die später nützlich sein können.

Wer gerne im Ausland studieren oder ein Auslandssemester machen sowie sein Kind mitnehmen möchte, der kann sich hier viele wichtige Tipps holen und findet auch Infos zu finanzieller Unterstützung.

Auch wenn es viel erscheint, haben schon viele studentische Eltern ein Auslandsstudium mit Kind erfolgreich absolviert und diese Erfahrung kann einem niemand mehr nehmen.

Letzte Worte

Wer immer noch nicht sicher ist, ob er ins Ausland und/oder nach Italien gehen möchte, der sollte sich noch einmal bewusst machen, was für ein unglaubliches Erlebnis dieser Aufenthalt werden wird. Man kann eine neue Sprache lernen, eine andere Kultur entdecken, man lebt in einem wundervollen Land und kann eine tolle Ausbildung genießen. Lebensfreude und viel Spaß sind hier vorprogrammiert. Ein Auslandsstudium hilft einem, sich sowohl fachlich als auch persönlich weiter zu entwickeln und internationale Erfahrungen sind bei Arbeitgebern immer stärker gefragt.

Wer schon seit Monaten davon träumt, in Italien zu studieren, für den ist es jetzt höchste Zeit, sich um die konkrete Planung zu kümmern. Informiere dich und stelle deine Bewerbungen zusammen und vielleicht sitzt du schon in ein paar wenigen Monaten in einer italienischen Stadt deiner Wahl und isst dein Lieblingseis in der untergehenden Sonne mit deinen neuen Freunden von der Uni.

Bevor es endgültig losgeht, sollest du noch an ein paar Dinge denken. Bei den vielen Planungsschritten vergisst man doch manchmal das ein oder andere und gerade in den letzten Wochen vor der Abreise geht sowieso alles drunter und drüber. Diese Checkliste hilft dir, einen kühlen Kopf zu bewahren und hilft Fehler zu vermeiden.

Habt ihr all die Punkte abgearbeitet und der Auslandsaufenthalt steht vor  der Türe, dann heißt es nur noch, sich verabschieden und dann voller Neugier in die neue Heimat aufbrechen. Einziger Tipp: Genießt die Zeit und nehmt alles an Erfahrungen mit, was geht.

Viel Erfolg bei der Bewerbung und Viel Spaß in Italien.

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